Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

hat sich meine Milch verändert?

Frage: hat sich meine Milch verändert?

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Wir haben ein 17 Tage altes Baby und ich Stille voll seit 2 Tagen ist sie extrem unruhig und ich stille ca alle 2 Stunden.Sie hat auch immer bei jedem stillen AA in der windel.Sie schreit so als hätte sie schmerzen beim einmachen neuerdings und das AA ist jetz auch nicht mehr so flockig wie am anfang sondern dicker.Kann es sein das sich meine milch geändert hat sie trinkt auch nicht mehr sooo lange und macht schneller Bäuerchen.Oder hab ich was falsch gemacht mit essen oder trinken?ich achte eigentlich drauf trinke meist nur fenchel oder still tee mal früchtetee und ganz selten wenn ich mal jiepper hab ein schluck brause aber eher selten.Naschen tue ich viel aber ansonsten nix blähendes oder so.Ich hoffe sie haben einen rat ich bin echt überfragt was sein könnte


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Saphira79, es gibt keine allgemeingültige "Stilldiät" oder generell verbotenen oder erlaubte Nahrungsmittel für die Frau während der Stillzeit (mit der Einschränkung, dass Alkohol möglichst gemieden werden soll). Der Einfluss der Ernährung der Mutter auf das Verhalten des Kindes wird meist erheblich überschätzt. Eine stillende Mutter muss weder bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Kuhmilch) zu sich nehmen, noch müssen alle stillenden Mütter bestimmte Nahrungsmittel meiden. Von Ausnahmefällen abgesehen macht die Mehrheit der stillenden Mütter die Erfahrung, dass sie alles, was sie mögen, in Maßen essen können auch Schokolade und stark gewürzte Speisen ohne dass sich dies auf ihre Babys auswirkt und viele kleine Babys haben Blähungen ganz gleich, was ihre Mütter essen. Auch wenn viele Mütter davon gehört haben, dass durch den Genuss von "blähenden" Lebensmitteln Blähungen bei ihrem Baby hervorgerufen werden, ist diese Meinung mit Vorsicht zu genießen. Darmgase entstehen bei der Verarbeitung von Faserstoffen (Ballaststoffen) durch die Darmbakterien im Verdauungstrakt. Weder Verdauungsgase noch Ballaststoffe gehen in die Muttermilch über, auch nicht, wenn die Mutter unter extremen Blähungen leidet. Genau so wenig verändern stark säurehaltige Nahrungsmittel den pH Wert der Muttermilch. Deshalb gibt es auch kein Verbot für Orangensaft. Normalerweise können stillende Mütter alles essen, bei manchen Nahrungsmitteln ist es allerdings anzuraten, dass sie nicht im Übermaß genossen werden. Am ehesten ist zu erwarten, dass Nahrungsmittel, die bei Ihnen Blähungen hervorrufen auch bei Ihrem Kind zu Blähungen führen können. Manche Babys haben Blähungen oder Koliken, ganz gleich, was ihre Mutter isst oder nicht isst. Letztendlich bleibt nicht anderes übrig, als auszuprobieren, ob ein Baby auf etwas reagiert oder nicht, denn das ist wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich. Prophylaktische Enthaltsamkeit ist jedenfalls nicht notwendig. Ich hänge Ihnen noch einen Artikel von Prof. Dr. B. Koletzko zu diesem Thema an, der sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt hat. Blähungen sind bei kleinen Babys relativ häufig. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen. Ein nicht korrekt angelegtes Kind und/oder ein Kind, das nicht richtig saugt, schluckt an der Brust meist sehr viel Luft und darin kann schon die Ursache für Blähungen begründet sein. Solange diese Ursache nicht beseitigt wird, können alle anderen Maßnahmen allenfalls "Kosmetik" betreiben, aber nicht wirklich helfen. Nun kann ich aber weder Sie noch Ihr Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und Ihnen auch nichts zeigen. Am besten wenden Sie sich deshalb einmal an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe und lassen sich beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann Ihnen dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann Ihnen erklären, woran Sie erkennen, ob Ihr Kind korrekt saugt und Ihnen überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Guten Morgen Frau Welter, ich habe vor 3,5 Wochen unser zweites Kind bekommen und stille. Tagsüber schläft er auch mal 3-4 Stunden am Stück, nachts meldet er sich alle 1,5 - 2 Stunden und möchte trinken. Nun mache ich mir Sorgen, dass er nicht satt wird, da er sich so häufig meldet. Auch wenn er wach ist, möchte er häufig gestillt werden. ...

Hallo 😊 Mein Baby ist 16 Wochen alt, wir hatten von Anfang an Stillprobleme. Sie hat es nie geschafft richtig anzudocken so das wir 6 Wochen lang abgepumpt haben und per Flache gefüttert haben. Da ich es immer wieder versucht habe mit dem anlegen hat es dann nach 7 Wochen mit einem stillhütchen endlich geklappt!  Seit dem stillen wir so, ich h ...

Hallo Frau Welter  Meine Prinzessin ist Drei Monate alt und geht langsam in den 4 Monat rein ich Stille voll sie trinkt sehr gut und saugt sehr gut aber es wird immer häufiger das sie an die Brust möchte und mittlerweile bricht sie häufiger und möchte trotzdem immer mehr an die Brust ich merke sehr gut wie sie trinkt da sie sehr gut schluckt un ...

Hallo Biggi,  Mein Baby hat derzeit einen Mundsoor. Sie wird derzeit mit Mycostaton orale Suspension behandelt. Auch ich nehme aktuell dagegen Tabletten ein. Meine kleine bekommt abgepumpte Muttermilch . Meine Frage ist ob ich ihr auch Muttermilch geben kann die ein bisschen  älter als 24 Stunden ist während der Behandlung ? Wären 1,5-2 Tage ...

Hallo zusammen, mein Sohn ist nun 6 Monate alt, und ab und an geben wir zusätzlich ein Fläschen mit Muttermilch, wenn ich außer Haus bin etc. Letztens habe ich eine große Knolle Sellerie geschnitten und dann mir vergessen die Hände zu waschen, bevor ich abgepumpte Milch eingefroren habe. Ich kann also nicht ausschließen dass Spuren von Sellerie ...

Liebe Frau Welter, mein Sohn kam im August 25 auf die Welt und wird jetzt dann 4 Monate alt. Bei der Geburt hatte er 4 Kilo und bei der u4 zuletzt 7 kg. er wird voll gestillt. Die letzte Woche trinkt er nachts oftmals alle 1,5-2 Stunden. Manchmal auch stündlich  ich weis das sowas normal sein kann aber ich mach mir Gedanken ob meine Milch ...

Guten Morgen Frau Welter,  Mein 10 Monate alter Sohn kam im Februar per Not-Sectio an 33+6 zur Welt. Da er einige Wochen auf der Neo lag (Pneumonie, intubiert, Magensonde etc.) habe ich direkt am Tag der Geburt angefangen abzupumpen. - bis heute.  Mein Sohn ist inzwischen ein guter Esser und isst aufjedenfall seine 3 Hauptmahlzeiten. So langsa ...

Liebe Frau Welter, zunächst wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch und danke für die Ratschläge, die ich dieses Jahr erhalten habe! Mein Sohn (9,5 Monate) hat eine Milchallergie,er juckt sich und kann deshalb nachts nicht schlafen. Auf Rat meiner Hebamme und des Kinderarztes habe ich ihm seit dem 24.12. keine Brust mehr angeboten, nur das Neoc ...

Liebe Biggi, ich stille meinen Sohn (3 Monate) voll. Wenn ich einen arzttermin habe, habe ich immer abgepumpt. Das hat immer super geklappt und in wenigen Minuten hatte ich 150ml Milch. Beim letzten Mal ging es schon etwas schwieriger: nur noch 100ml. Gerade wollte ich wieder pumpen und es kam leider gar nichts mehr. Das ist für mich sehr ...

Liebe Fr. Welter!   Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt ...