Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, mal wieder eine Frage über meinen saugverwirrten Sohn. Du hast mir schon sehr viel weiter geholfen. Danke dafür. Tendenziel wird es besser mit seinem Trinkverhalten. Ich gebe nicht auf und lege ihn auch bei Gezetere immer wieder an. Das schlechte Trinken dauert nun etwa 2 Wochen an. Ich habe festgestellt, dass er geringfügig abgenommen hat (50g in der Woche). Seit einigen Tagen "verschläft" er 2 Nachtmahlzeiten und schläft nun von 18.00-3.00/4.00Uhr, so dass er noch weniger zu sich nimmt. Er trinkt schon lange nicht mehr an beiden Brüsten. Die Windeln sind auch nicht mehr so patsch nass wie zum Anfang. Jetzt wiegt er 8000g (Geburtsgewicht 4450g). Kann das auch an einem Entwicklungsschub liegen? Wie lange muss ich das noch beobachten ehe ich zum Kinderarzt gehe? Vielen Dank für Deine Mühe! Mareike
Liebe Mareike, es kann sein, dass dein Sohn noch nicht ganz korrekt trinkt und deshalb nicht genügend Muttermilch aus der Brust bekommt. In Absprache mit dem Kinderarzt und in Zusammenarbeit mit einer Stillberaterin vor Ort, wäre es der erste Schritt, festzustellen, wodurch die Gewichtszunahme verursacht wurde und ob es notwendig ist sofort zusätzliche Nahrung zu geben und dabei gleichzeitig daran zu arbeiten die Milchmenge der Mutter zu erhöhen oder ob zunächst noch abgewartet werden kann mit der zusätzlichen Nahrung und die Mutter mit geeigneten Maßnahmen Ihre Milchproduktion ankurbeln kann. Aus der Distanz kann ich dir jetzt keines Falls sagen, was in deinem Fall erfolgen sollte. Am besten setzt Du dich mit einer Stillberaterin in deiner Nähe in Verbindung und sprichst nochmals mit dem Kinderarzt (oder holst die Meinung eines zweiten Kinderarztes ein), ob es möglich ist, zunächst zu versuchen, das Kind durch ausschließliches Stillen weiter zu ernähren oder ob sofort Handlungsbedarf - also die zusätzliche Gabe von künstlicher Säuglingsnahrung - besteht. Ist es notwendig zusätzliche Säuglingsnahrung zu geben, dann sollte diese Nahrung möglichst nicht mit der Flasche, sondern mit einer alternativen Fütterungsmethode nach dem Anlegen gegeben werden (z.B. Becher). Gleichzeitig sollte durch die im folgenden beschriebenen Maßnahmen versucht werden, die Milchmenge der Mutter zu erhöhen und das Kind zu häufigerem Trinken an der Brust anzuregen. Gerade wenn dein Sohn abnimmt, solltest Du ihn nachts wecken, er braucht diese Mahlzeiten. Wurde der Kleine denn immer auf der selben Waage gewogen? Wie oft in 24 Std. wird er im Moment gestillt? Hast Du eine Ansprechpartnerin vor Ort? Verwendest Du einen Schnuller? Wird das Kind im Moment ausschließlich gestillt oder bekommt es Tee oder Wasser oder zusätzliche Milch? Ich freue mich auf deine Antwort, bis dahin llliebe Grüße Biggi
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