Frage: ganz weicher Brust

Liebe Biggi, seid 2 Tagen trinkt unser Leander fast jede Stunde, auch nachts. Finde kaum Zeit mich um die beiden Großen zu kümmern,geschweige den Haus- halt zu regeln.Letzteres ist ja sowieso nicht so wichtig.Aber Sorgen bereitet mir mein Brustumfang : ganz weich und "ausgesaugt".Wird wohl noch genug Milch gebildet ? Ist der Prolaktinspiegel gesunken,da ich ca.6 halbe Zigaretten täglich paffe ( meine Freundin sagt ich rauche gar nicht richtig Lungenzug,ich rauche seid Jahren eine sehr leicht Zigarettenmarke ),um etwas "Dampf" abzulassen. Leander wird heute 8 Wochen alt,kann es sein, daß er einen Wachstumsschub durchmacht? Unser Sohn hat zwischen der U2 und U3 gut 1700g zugenommen und ist 6 cm gewachsen. Vielen Dank im voraus für die Beantwortung meiner Fragen. Herzliche Grüsse

Mitglied inaktiv - 22.07.2001, 13:39



Antwort auf: ganz weicher Brust

Liebe Andrea, deine Brust muss nicht prall sein, im Gegenteil, nach den ersten Wochen ist es vollkommen normal, wenn die Brust wieder weich und vielleicht sogar wieder etwas kleiner wird. Das bedeutet nicht, dass weniger Milch da ist, sondern dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat. Es ist ja auch nicht so, dass die Brust zwischen den Stillzeiten „aufgefüllt“ wird, sondern der größte Teil der Milch wird gebildet, während das Baby an der Brust trinkt. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Mit gut acht Wochen ist dein Leander im typischen Alter für einen Wachstumsschub. Bei einem Wachstumsschub ist es sinnvoll häufiger anzulegen, damit sich dein Körper an den gestiegenen Bedarf deines Babys anpassen kann. Zusätzlich kannst Du Entspannungsübungen (z.B. die, die Du im Geburtsvorbereitungskurs gelernt hast) machen, um deinen Milchspendereflex leichter einsetzen zu lassen. Eine angespannte und verkrampfte Mutter hat häufig Probleme mit dem Milchspendereflex (s.o.). Denk auch daran, dich ausreichend zu ernähren, deinem Durstgefühl entsprechend zu trinken und dich oft genug auszuruhen. In vielen Fällen ist es hilfreich ein paar „Baby- und Stilltage“ einzulegen. Das heißt Du legst Dich mit dem Baby ins Bett, ruhst dich aus und kümmerst dich ausschließlich um dein Baby, stillst es alle zwei Stunden und lässt den Haushalt von jemandem anders versorgen. Ich wünsche dir einen liebevollen Vater oder eine tolle Oma, die dir helfen kann :-), ich weiß, dass es nicht immer ganz leicht ist, meine Tipps auch in die Praxis umzusetzen. Ganz llliebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 22.07.2001



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