Mitglied inaktiv
Liebe Biggi und Krinstina Erstmal ein großes lob von mir, Ihr macht richtig tolle arbeit!!! Hab schon viele fragen beantworten können durch euch. Nun hab ich eine weitere frage, die ich unbeantwortet habe. Meine rechte brust wird immer kleiner (und produziert wohl auch weniger milch). Vorgeschichte ist das ich meine Tochter (nun fast 6 monate alt ist) am anfang viel an der linken hab vermehrt trinken lassen, einmal durch meine rissigen brustwarzen (dort tat es weniger weh) und einmal weil sie an der linken erst lernen musste zu trinken da die BW leicht unförmig ist. Während den wachstumsshüben legte ich sie vermehrt an die rechte um dort wieder mehr milch zu fördern, doch nun wird es nicht besser. Sie wird wieder kleiner und es kommt weniger milch. Was kann ich denn tun, außer immer anlegen, das dort wieder mehr milch produziert wird??? Die Linke ist seit letzter nacht so voll, das meine tochter es noch nicht geschafft hat sie "leer" zu trinken. Bringt es vielleicht wenn ich zwischenzeitlich mal die rechte abpumpe??? Oder soll ich es lassen und wenn rechts die milch weggeht nur mit links stillen??? reicht das dann noch??? Ich weiß viele fragen, aber ich hoffe ihr könnt helfen. Danke schon mal im vorraus LG Jeraldine
Liebe Jeraldine, fast bei jeder Frau gibt es mehr oder wenige deutlich ausgeprägte Unterschiede zwischen beiden Brüsten. Es gibt z.B. Frauen, die auf einer Seite eine Hohlwarze und auf der anderen Seite eine normal ausgebildete Brustwarze haben. Und beinahe jede Frau bemerkt, dass eine Brust besser "läuft" als die andere. Die meisten Babys haben eine "Lieblingsbrust". Das ist gar nicht ungewöhnlich. Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge wegen dieser Unterschiede, sie sind ebenso normal, wie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Rechtshänder sind und andere, die die linke Hand bevorzugen. Manchmal geht die Bevorzugung durch die Babys jedoch so weit, dass sie nur noch an einer Seite trinken. Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird dann mehr und nimmt auf der anderen Seite ab. Das ist im Allgemeinen kein großes Problem, denn es ist durchaus möglich ein Baby mit nur einer Brust zu ernähren. Es dauert allerdings einige Zeit, bis sich die erforderliche Milchmenge durch häufigeres Anlegen an der bevorzugten Seite eingependelt hat vielfach sind beim einseitigen Stillen zumindest anfangs die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten auch kürzer. Der in diesem Fall entstehende Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten gleicht sich nach dem Abstillen wieder aus. Manche Babys lassen sich auch überlisten. Lege deine Tochter zuerst an der linken Seite an. Sobald der Milchspendereflex ausgelöst wurde, wechsle, ohne die Stillhaltung zu verändern, an die andere Seite. Du kannst auch den Milchspendereflex durch Massage auslösen und deine Tochter dann an der ungeliebten Seite anlegen. Vielleicht lässt Du sie vom Kinderarzt anschauen, um eine medizinische Ursache auszuschließen. Möglicherweise tut ihr beim Trinken an der rechten Seite etwas weh. Hat sie eine Erkältung? Babys mit Ohrenschmerzen verweigern häufig eine Seite, wenn nur ein Ohr betroffen ist, weil es ihnen unangenehm ist auf dem erkrankten Ohr zu liegen. Ein Schlüsselbeinbruch während der Geburt (kommt gar nicht so selten vor), kann dem Baby ebenfalls Probleme bereiten und sein Stillverhalten auf einer Seite beeinflussen. In diesen Fällen hat es sich bewährt, das Baby in einer eher Position zu stillen. Ich hoffe, ich konnte etwas helfen, für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. LLLiebe Grüße Biggi
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