Blossom2010
hallo, meine Tochter ist 8 Monate alt. Seit der geburt wacht sie alle 2 Stunden auf und will gestillt werden.Bis jetzt war es okay, weil ich dachte vielleicht wird sie nicht satt. Aber jetzt bekommt sie zusätlich mittags Brei , abends Brei, nachmittags brei, Obst, Gemüse....Und ich möchte nachts nicht mehr alle 2 Stunden stillen. Aber wenn ich mich verweigere, dann brüllt sie wie am spieß...Sie verweigert Folgemilch sowie die Flasche...soagr die hebamme meinte sowas störrisches hat sie noch nie erlebt.... was tun ?
Kristina Wrede
Liebe Blossom2010, dein Kind ist keineswegs störrisch, sie verhält sich völlig normal, wenn wir daran denken, dass es absolut ok für ein Kind ist, gestillt zu werden, und dass eben manche Kinder das häufige Stillen brauchen. Kinder sind ganz unterschiedlich, und sie haben ganz individuelle Bedürfnisse. An der Brust finden sie nicht nur Nahrung, sondern auch Trost und Geborgenheit, und es ist mittlerweile erwiesen, dass es sich positiv auf die Entwicklung des Gehirns, vor allem des Stresszentrums, auswirkt, wenn diese Bedürfnisse wirklich immer dann befriedigt werden, wenn sie auftreten. Ein Baby schreien zu lassen schadet ihm - und bringt nur selten den gewünschten Erfolg. Also zunächst einmal wäre es gut, wenn du deiner Tochter vielleicht noch eine "Schonfrist" einräumen könntest, vielleicht bis zum 1. Geburtstag? Bis dahin wird sie sich auch emotional so weit entwickelt haben, dass es leichter für sie wird, auch ohne deine Brust klar zu kommen. Tatsächlich schadet es ihr kein bisschen, weiter nach Bedarf gestillt zu werden. Es macht sie weder abhängiger noch "verwöhnt" es sie. Es gibt viele unterschiedliche Meinung zum Thema nächtliches Stillen. Doch es ist NICHT so, dass Stillen in der Nacht dazu führt, dass ein Baby nachts stillen MUSS. Umgekehrt aber: Wenn ein Baby nachts das Bedürfnis hat, gestillt zu werden, dann schadet es ihm nicht gestillt zu werden, macht es nicht abhängig oder gar unselbständig (ha!). Der immer wieder verbreitete Gedanke, dass ein Baby ab sechs Monaten (oder einer anderen Altersgrenze) nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem (verständlichen) Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten. Eine Studie von Jelliffe und Jelliffe ergab, dass Babys im Alter von 10 Monaten mindestens 25 % ihrer Muttermilchaufnahme nachts zu sich nehmen. Und nicht wenige Kinder brauchen das noch eine ganze Weile lang. Es gibt Kinder, die nachts keine Nahrung mehr brauchen, aber es gibt eben auch sehr viele Kinder, die mit einem Jahr noch nicht so weit sind. So wie manche Kinder bereits mit elf Monaten laufen und andere damit erst mit 16 Monaten beginnen, so entwickeln sich auch alle anderen Dinge bei jedem Kind individuell verschieden und diese Entwicklung lässt sich begleiten, aber nicht beschleunigen. Ich möchte dir noch ein neues, wunderbares Buch empfehlen von Sibylle Lüpold: "Ich will bei euch schlafen - Ruhige Nächte für Eltern und Kinder." Lieben Gruß, Kristina
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