Malianna
Hallo, Man beliest sich ja doch irgendwie etwas zu viel... Mein Sohn 8. Monate bekommt von mir vormittags die Mittags Mahlzeit als Brei, Abends Haferbrei oder Bircher Müsli Brei, und Nachmittags fange ich an mit Obstbrei... eben alles als Brei... Und immer noch Morgens+Abends und Nachts, sowie zwischendurch stillen, stillen, stillen. Versuche aber nach jeder Mahlzeit eine Stunde zu warten mit dem stillen damit er lernt am Brei satt zu werden statt der Milch? Andere Babys bekommen schon Brote morgens, Früchte zum naschen, weiches Brötchen zwischendurch Und ich traue mich noch nicht so an diese Dinge ran...( 1.Angst vor ersticken 2. Wie soll er kauen können wenn doch nur die 2 kleinen Zähne unten sind und 3. Angst vor Verstopfung) Wie soll ich zum weniger stillen kommen? Wie fange ich an größere Dinge zu füttern? Stille ich zu viel für sein Alter? Liebe Grüße und ein schönes sonniges Wochende
Liebe Malianna, zunächst darf ich dich beruhigen - Stillkinder haben normalerweise einen sehr guten Würgereflex, so dass das Risiko, dass tatsächlich etwas „in den falschen Hals" bekommt, gering ist. Du kannst ganz langsam anfangen und z.B. eine Stück Kartoffel mit Muttermilch zu zerquetschen, diese kannst du dann mit ganz kleinen Stückchen geben. Auch ein Stück Banane bietet sich an. Und dann kannst du unbesorgt weiterstillen, im ersten Lebensjahr ist Muttermilch die Hauptnahrungsquelle. Ich weiß, dass fast überall steht: „zunächst wird die Mittagsmahlzeit ersetzt und im Abstand von etwa vier Wochen ersetzen Sie die nächste Mahlzeit usw". Gleichzeitig wird „eine Mahlzeit" als die Menge definiert, die in ein Gläschen passt und zwar für alle Kinder gleich. Doch dieses Schema, das leider immer noch oftmals propagiert wird verursacht in vielen Fällen nichts weiter als Stress und Tränen. Es ist einfach zu sehr in den Köpfen vieler Menschen verwurzelt, dass eine Stillmahlzeit „ersetzt" werden müsse, dabei stimmt das gar nicht. Schon der Begriff BEI Kost drückt doch aus, dass es sich bei dieser Nahrung um eine ergänzende Nahrung und nicht um einen Ersatz für die Muttermilch handelt. Wäre es ein Ersatz, dass würde es ANSTATT Kost heißen. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwas abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann, darf und soll weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Auch ich wünsche dir ein schönes sonniges Wochenende. Lieben Gruß Biggi
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