Mitglied inaktiv
Hallo, Biggi, seit gestern abend habe ich in der rechten Brust oben eine große verhärtete Stelle. Anfangs schmerzte es nicht, es fing erst die Nacht an. Ich habe dann so alle 3 Stunden meine Maus (3 Monate) geweckt zum trinken. Aber mir scheint es, das sie keine Milch rausbekommt. Sie nuckelt rechts nur, obwohl das ihre Lieblingsbrust ist. Links trinkt sie richtig. Wenn sie aber rechts nichts abtrinkt, geht ja der Milchstau nie weg, oder? Ich habe versucht abzupumpen, als sie auf der anderen Seite trank wegen des Milchflusses, da kam aber auch kein Tropfen. Was kann ich tun! Danke für die Antwort Tschüss, Katl
Liebe Katl, die Übergänge zwischen Milchstau und Brustentzündung sind fließend. In beiden Fällen ist die Brust (an einer Stelle oder komplett) hart und schmerzt. Es kann rote und heiße Bezirke geben. Bei einer Brustentzündung kommen dann immer noch Fieber und eventuell auch Kopf und Gliederschmerzen, wie bei einer Grippe dazu. Um eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Du kannst die schmerzende Brust auch wärmen, indem Du dich über ein mit warmem Wasser gefülltes Becken lehnst oder die betroffene Seite in der Badewanne in angenehm heißes Wasser tauchst oder du legst ein warmes feuchtes Tuch um die Brust. So fließt die Milch leichter und dein Kind wird besser daran trinken. Unmittelbar vor dem Stillen kannst Du die Brust an der harten Stelle sanft massieren und dann das Kind so anlegen, dass sein Kinn gegen die harte Stelle gerichtet ist. Dadurch wird die Milch an der betroffenen Stelle besser herausgesogen und die Blockierung löst sich besser. Auch während dem Stillen kannst Du sanft in Richtung Brustwarze hin ausstreichen. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen) Häufiges Stillen rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten der oben genannten Symptome ein Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Eine Brustentzündung ist KEIN Grund zum Abstillen. Vielleicht schreibst Du heute Abend noch einmal kurz, wie es dir geht, ja? LLLiebe Grüße Biggi
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