Vega2409
Hallo Frau Welter, meine Tochter ist 10 Wochen alt. Seit ihrer 4. lebenswoche handhaben wir es so, dass wir ihr die Abendmahlzeit (gegen 8) mit der Flasche geben. Es hat eigentlich auch immer ziemlich gut funktioniert. Seit kurzem verweigert sie mir am späten Nachmittag die Brust. Sie schreit sie förmlich an und ist kaum zu beruhigen. Selbst wenn ich sie aus der Situation nehme und später erneut versuche, geht das ganze wieder von vorne los. Selbst nach dem Stillen, wenn es dann mal klappt, weint sie fast jedes Mal. Ich gebe ihr dann die andere Brust, die will sie dann aber meistens gar nicht mehr. Ich zweifle immer daran ob sie satt ist, da sie teilweise sehr quengelig ist. Seit heute nimmt sie nicht mal mehr tagsüber die Brust. Das einzige was problemlos funktioniert ist in der Nacht. Mich macht die Situation echt fertig und möchte doch so gerne meine Tochter zumindest 6 Monate stillen. Aber ich sehe wie sie sich quält und auch ich bin absolut unzufrieden. wir haben auch schon alles versucht. Ruhiger Raum, weißes Rauschen, pucken, nackt Bauch an Bauch, liegend nichts will helfen. Haben Sie einen Rat für mich? Aktuell bin ich nämlich so weit, dass ich das Stillen tagsüber aufgebe und es nur noch nachts tue. Aber da hab ich wiederum Angst, ich könnte nicht mehr genug Milch produzieren.. vielen Dank für Ihre Hilfe verena
Liebe Vega2409, was du jetzt dringend brauchst, ist eine professionelle Unterstützung vor Ort! Falls du noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin hast, solltest du dich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die dich beim Stillen sehen kann und so sehr viel gezielter beraten kann. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Wäre es für dich möglich, auf die Flasche und auch Schnuller zu verzichten und eine alternative Fütterungsmethode zu wählen? Ein Baby, das mit der Flasche gefüttert wurde, hat einen sofort einsetzenden, gleichmäßigen Milchfluss kennengelernt. An der Brust reagiert es dann frustriert, weil nicht der von ihm erwartete, sofortige und stetige Milchfluss einsetzt. Oft ist es dann so, dass ein Baby „stundenlang“ saugt und nicht satt wird. Da hilft es dann auch nicht, viel und oft anzulegen. Du solltest deshalb, wenn möglich auf künstliche Sauger und Flasche verzichten. Hast du schon mal von einem Brusternährungsset oder der Becher- Fütterung gehört? Das kann in deinem Falle hilfreich sein und solltest du der Flaschenfütterung vorziehen. Du kannst zunächst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht, statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwerfällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher oder dem Brusternährungsset. Magst du das mal ausprobieren? Lieben Gruß Biggi
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