Mitglied inaktiv
Hallo Frau Welter! Habe vor 14 tagen mit der Beikost begonnen. Mein Sohn ist 6 Monate und 1 Woche alt. Er wurde bis dorthin vol gestillt. Wir begannen mit dem Abendbrei, da die Milch eng wurde. Das klappte nicht so wirklich gut, er machte den Mund nicht auf. Ich dachte, daß der Brei vielleicht zu "dick" ist für die 1. Mahlzeit. Da habe ich mit den Möhrchen begonnen. Aber das ist auch eine Katastrophe. Er macht den Mund nur aus versehen auf. Wenn ich mit dem Löffel komme, macht er das Mündchen direkt zu. die ersten Löffel klappen, aber so nach 2-3 ist Endegelende. Meine Freundin sagte mir,ich solle auf keinen Fall wieder voll stillen, da er sich sonst nie an die Beikost gewöhnt. Er weint (gute Gelegenheit ihm den Löffel in den Mund zu geben) und irgendwie will er nicht so wie ich. Reiswaffeln isst er liebend gerne. Soll ich ihm ein gläschen mit Stücken anbieten? Vielleicht liegt es daran dass er lieber mit Stücken isst als einen bappigen Brei?? Haben Sie einen Tip für mich??? Hab die Nerven blank liegen, da ich das von meinem Grossen nicht kenne. Danke
? Liebe Myri, warum denken Sie, dass die „Milch eng wurde“? Oftmals wird die Unruhe, die sich im Alter zwischen vier und sechs Monaten vor allem in der Nacht einschleicht mit zu wenig Milch verwechselt obwohl es nicht zu wenig Milch sondern die Entwicklung des Kindes ist, die zu den unruhigeren Nächten führt. Was die Freundin sagt ist mit Verlaub absoluter Unsinn. Es kann schlicht sein, dass das Kind noch nicht so weit ist, dass es für die Beikost bereit ist und es muss keineswegs jedes Kind Schlag sechs Monate mit der Beikost beginnen, manches Kind ist eben erst mit sieben Monaten oder sogar noch später so weit. Mit fester Nahrung (dazu zählt auch Brei) sollte bei einem voll ausgetragenen, gesunden Kind unbedingt gewartet werden, bis es die folgenden Anzeichen zu erkennen gibt: • es ist in der Lage alleine aufrecht zu sitzen, • der Zungenstoßreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Wenn alle diese Punkte erfüllt sind, ist der Zeitpunkt für den Beginn der Beikost gekommen (meist ist das Kind dann etwa ein halbes Jahr alt, es kann aber auch eventuell jünger (eher selten) oder älter (nicht ganz so selten) sein). Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. Versuchen Sie Ihrem Baby auch einmal fingergerechte Nahrung zum Selberessen anzubieten. Es gibt Kinder, die sehr wohl essen würden, aber absolut keinen Brei wollen. Viele Kinder hassen es auch gefüttert zu werden und wollen selbst essen. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden, denn schließlich lässt sich sehr viel an fingergerechter Nahrung anbieten und außerdem hat es den Vorteil, dass diese Kinder in aller Regel sehr bald sehr gut selbst mit Besteck umgehen können und so problemlos am Familientisch mitessen können. Probieren Sie es doch einmal mit fingergerechter Nahrung und lassen Sie Ihr Kind selbst essen. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse- und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Auch Brot kann ab acht Monaten angeboten werden. Setzen Sie auch auf das Nachahmungsbedürfnis der Kinder. Zusammen mit ein paar anderen Kindern oder auch Erwachsenen macht Essen mehr Spaß. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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