Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Beikost

Frage: Beikost

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo Frau Welter, ich hoffe dass ich im richtigen Forum frage. Bin nicht ganz sicher. Mein Sohn ist jetzt fast 7 Monate alt und bekommt seit ca. 4 Wochen Beikost (Karotten-Kartoffelbrei aus dem Gläschen). Gestern habe ich eine Orange gegessen und ich hatte das Gefühl er will mitessen. Ich dachte: "Lass ihn mal dran lecken, das schmeckt ihm sowieso nicht." - Falsch gedacht. Er hat geschmatzt und wollte unbedingt mehr. Ich habe ihm ein bischen von innen gegeben, aber irgendwie mit schlechtem Gewissen. Er hat immer mehr verlangt und war nur durch stillen davon wegzubekommen. Jetzt meine Frage: Besteht die Gefahr, dass er sich vielleicht verschluckt, und was mach ich dann. Was kann ich ihm zum Essen schon unpürriert geben? Orangen sind warscheinlich nicht die erste Wahl? Vielen Dank für Ihre Antwort Nina


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

? Liebe Nina, in Spanien gehören Orangen zu den ersten Nahrungsmitteln, die ein Baby bekommt. Bei uns wird bei Zitrusfrüchten eher zu Zurückhaltung geraten, vor allem, wenn es um allergiegefährdete Kinder geht, aber ich habe keine Statistik über die Zahl der Allergien in Spanien zur Hand. Prinzipiell muss ein Baby überhaupt nicht zwingend pürierte Nahrung bekommen, es gibt sogar Kinder, die jede breiartige oder pürierte Nahrung ablehnen und Begeisterung fingergerechte Nahrung zum Selberessen annehmen, auch dann, wenn sie noch keinen einzigen Zahn haben. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse- und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Brot kann ab acht Monaten angeboten werden. Stillkinder verfügen meist über einen sehr guten Würgereflex, falls sie sich – was ebenfalls eher selten passiert – einmal verschlucken. Aber selbstverständlich sollten sie beim Essen nie alleine gelassen werden. Für Tipps rund um das Thema Beikost bietet sich das Buch „Babyernährung gesund & richtig – B(r)eikost und Fingerfood“ von Gabi Eugster an. Dort finden sich sehr viele Informationen und Tipps zum Thema Ernährung ab dem siebten Monat. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo Biggi, mein Sohn ist 9 Monate alt und ist ein sehr schlechter Esser. Brei lehnt er komplett ab. Fingerfood isst er homöopathische Mengen hier und da wird geknabbert im Bauch landet nicht viel. Ich stille ihn ca. alle 3-4 Stunden. Er meldet sich aber auch nicht wirklich viel zum Stillen. Unterwegs klappt es kaum, da er immer abgelenkt ist. ...

Hallo liebe Biggi, ich hätte einige Fragen zum Thema Beikost. Mein Sohn wird heute acht Monate alt, ich habe ihn nun im Prinzip die ganze Zeit über voll gestillt. Überall im Internet war ja nun davon die Rede, dass man ab dem 5. Monat und spätestens zu Beginn des 7. Monats die Beikost einführen sollte. Mir war klar, dass ich dies so spät wie m ...

Hallo Biggi, ich habe mich schon ganz schön eingelesen zum Thema Stillen und Beikost und habe auch die beiden unterschiedlichen Lager bemerkt: die "Milchmalzeit-Ersetzer" und die "Es heißt Beikost und nicht Anstattkost"-Verfechter. Ich habe schon viel von dir gelesen und wollte mich deshalb bei dir versicher, ob ich das so richtig mache. Ich ...

Liebe Biggi, nach einem holprigen Start stille ich seit dem zweiten Monat meine Tochter (1. Kind, aktuell 4 Monate) voll. Nach Korrektur ihres zu kurzen Zungenbandes trinkt sie deutlich effektiver, sodass sich die Dauer der Mahlzeiten auf ca. 10 Minuten verkürzt hat. Unsere Abstände zwischen den Mahlzeiten liegen relativ unverändert bei ca. 1,5 ...

Hallo Frau Welter, meine Tochter (7M) isst liebend gerne feste Nahrung und tut sich tagsüber schwer mit dem Stillen. Ich wollte gerne 2 Jahre lang stillen. Wenn ich ihr soviel Beikost gebe, wie sie möchte, würde sie  jedoch kaum noch Milch trinken. Meine Frage ist: Wieviel Beikost biete ich ihr an, sodass sie satt wird und zufrieden ist?  ...

Guten Tag,  ich habe eine Frage zum Thema Beikost. Und zwar habe ich meinen Sohn bis zum sechsten Lebensmonat vollgestillt. Ab dann hatte er auch schon die ersten Beikostreifzeichen. Leider funktioniert das so gar nicht. Egal was ich meinem Sohn gebe, ob feste Nahrung oder Brei, er möchte einfach nicht. Er wehrt sich dagegen, weint bitterlic ...

Liebe Biggi,  mein Sohn 4,5 Monate trinkt nur an einer Brust. Die andere/rechte pumpe ich viermal am Tag aus. Hier habe ich jeden zweiten Tag Milchstau, teilweise auch Entzündungen. Wärme vor jedem pumpen an und danach gleich kühlen. Die Milchmenge hat sich fast halbiert, jetzt 50 ml in zehn Minuten pumpen. Die Brust wo er betrinkt pumpe ich na ...

Hallo liebe Frau Welter, meine Tochter ist fast 5 Monate. Wir stillen voll und ich bin unfassbar dankbar darüber 🥰, da die Stillzeit mit meiner größeren Tochter eher ein Kampf war. Nun beginnt bald die Zeit der Beikost und ich habe Sorgen dass sie dann vielleicht nicht mehr gestillt werden möchte bzw sich abstillt. Die kleine Maus wird mein letzt ...

Hallo Frau Welter,  meine Tochter ist vor einigen Tagen 5 Monate alt geworden. Da sie die Beikostreifezeichen erfüllt, haben wir gestern mit Beikost begonnen. Heute kam ja die neue Leitlinie raus, dass Kinder mindestens 6 Monate ausschließlich gestillt werden sollten. Da ich bisher ausschließlich gestillt habe, überlege ich nun die Beikost doch no ...

Guten Tag  Mein Baby ist 7,5 Monate alt und seit ca 2 Monaten haben wir begonnen Beikost einzuführen.  1)Ich bin jedoch unschlüssig wie ich die Beikost und stillmahlzeiten koordinieren soll also wann Stillen/Beikost da er entweder oft zu hungrig oder zu satt für die Beikost ist und er eher wenig isst.  2)und wie häufig Stillen in dem Alter noch üb ...