Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Beikost

Frage: Beikost

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Hallo Biggi, meine Tochter ist 6 Monate und 1 Woche alt. Sie ist64 cm groß und hat 6 kg (bei der Geburt 49 cm und 3.090 gr.). Bis heute wurde sie voll gestillt. Sie hat noch keinen Zahn und kann auch noch nicht sitzen. Nun meine Fragen: - Wie lange kann ich noch voll weiterstillen? Ich würde gerne noch voll weiterstillen, sie verlangt auch nach der Brust, verschmäht den Löffel. Kann ich auch 8 oder 10 Monate voll stillen? Oder bekommt sie dann Mangelerscheinungen? Oder nimmt sie zu wenig zu? Sie ist sehr aktiv und aufgeweckt. - Was kann ich ihr in die Hand geben zum Essen? (Da sie den Löffel ja nicht möchte.) Vielen Dank für Deine Antwort. LG Andrea


Biggi Welter

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? Liebe Andrea, Für den Beginn der Beikost bietet die Altersangabe `ab sechs MonateA einen Anhaltspunkt, doch es ist immer wichtig, nicht nur den Kalender, sondern auch das Kind anzuschauen. Es ist durchaus möglich, ein Baby deutlich länger als sechs Monate ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren, ohne dass es dabei zu Mangelerscheinungen kommt, doch die Initiative sollte immer vom Kind ausgehen. Ein Baby gibt normalerweise deutlich zu erkennen, wann es so weit ist, dass es zusätzlich und ergänzend zur Muttermilch andere Nahrung haben möchte. Die Bereitschaft zur Beikost erkennen Sie bei einem voll ausgetragenen gesunden Kind an den folgenden Anzeichen: • es ist in der Lage alleine aufrecht zu sitzen, • der Zungenstoßreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen lässt. Dies ist bei einem gesunden, voll ausgetragenen Baby etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse- und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Brot kann ab acht Monaten angeboten werden. LLLiebe Grüße Biggi


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