LA_city
Hallo, meine Tochter wurde bei 35+0 mit nur 1350g geboren. Sie hatte keinerlei Probleme und wir wurden bei 2300g nach knapp 5 Wochen entlassen. Seitdem wird sie voll gestillt. Verdauung ist nicht die beste und zeitweise kämpft sie arg mit Verstopfung.Sie ist extrem aktiv und immer in Bewegung. Laut krankenhausarzt müsste sie mehr zunehmen und er hat schon vor zwei Monaten zur beikost geraten. Habe mit pfirsich angefangen und dann ein paar mal Kartoffeln (ist hier im Ausland so üblich) aber dann wieder aufgehört da sie sich sehr arg mit Stuhlgang gequält hat. Jetzt ist sie 6 monate und ziemlich genau 5kg. Seit neuestem kommt sie aber nachts wieder sehr häufig und trinkt dann auch viel. Was würden Sie zum weiteren Vorgehen empfehlen? Vielen Dank im voraus!
Kristina Wrede
Liebe LA-city, wenn du vergleichst, wie viele Kalorien die verschiedenen Nahrungsmittel haben, wird schnell klar, dass Stillen weiterhin ganz wichtig ist! Auf jeden Fall so wichtig, dass es nicht durch Beikost ERSETZT werden sollte!!! So haben z.B. Karotten gerade mal 22 kcal pro 100 g, im Gegensatz zu Muttermilch mit gut 68 kcal pro 100g. Die Beikost bekäme nur durch die Zugabe von Fett deutlich mehr Kalorien! Die WHO empfiehlt ausdrücklich für ALLE Kinder eine Stillzeit von bis zu zwei Jahren und darüber hinaus. Die Ernährungsempfehlungen der WHO sind (in englisch) nachzulesen unter www.who.int/chd/publications/newslet/diaglog/9/feeding_young_children.htm . Es steht in der Innocenti Deklaration ausdrücklich, dass diese Empfehlungen für alle Kinder und nicht nur für Kinder in Drittweltländern Anwendung finden. Auch die amerikanische Akademie der Kinderärzte (AAP) empfiehlt eine mindestens einjährige Stillzeit für alle Kinder und darüber hinaus solange Mutter und Kind es wollen. WENN dein Kleines Beikost mag, dann darf es sie haben, aber es dazu zu nötigen wäre ungünstig. Und auf keinen Fall sollte die Beikost eine Stillmahlzeit ersetzen!! Lieben Gruß, Kristina
LA_city
Lassen Sie mich noch hinzufügen, daß ich sehr gerne stille und auf keinen Fall komplett aufhören möchte aber a) aufgrund der regelmäßigen Kommentare des Keankenhausarztes bzgl dem Gewicht meiner Tochter und b) relativ starkem Gewichtsverlust meinerseits doch darüber nachdenke zur Beikost zu wechseln. Wäre über eine Expertenmeinung sehr dankbar. Wenn der Beitrag in ein anderes Forum besser paßt, bitte einfach anmerken. Danke.
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