Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen??

Frage: Abstillen??

Mitglied inaktiv

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Hallo, ich habe eine Tochter (7 Monate) alt. Und ich habe ein riesen Problem mit dem abstillen. Sie lässt sich einfach nicht abstillen. Ich habe es mit Avent und Nuk flaschen probiert und mit Trinklernbechern. Ich habe ihr abgepumpte Muttermilch angeboten und es auch mit Premilch probiert. Und das immer mit dem gleichen "Erfolg". Sie trinkt höchtens aus Neugier 2-3 Schlucke und dann will sie an die Brust. Habe es auch schon mit nem normalen kleinen Becher probiert, aber das bekommt sie noch nicht so hin und auch da trinkt sie nicht mehr. Sie verweigert sämtliche Milch in irgendwelchen Behältern. Für meine TOchter scheint Milch aus der Brust kommen zu müssen, alles andere akzeptiert sie nicht. Auch ihr Papa hat es schon versucht und war auch erfolglos. Nun muss ich in 6 Wochen wieder arbeiten und weiß mir nicht mehr zuhelfen. Beikost ißt sie logischerweise noch wenig, sie braucht ja ihre Milch noch. Ich muss sie jetzt langsam unbedingt abstillen. Nur was soll ich tun? lg tinijo


Biggi Welter

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Liebe Tinijo, da sich die Techniken des Trinkens an der Flasche und an der Brust deutlich unterscheiden und sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust, lehnen viele Stillkinder die Flasche ab. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt "Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: o die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist o das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln o den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut o den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen o verschiedene Saugerformen und Lochgrößen ausprobieren o verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen o versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern o geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Becherfütterung ist mit der richtigen Technik keineswegs aufwändiger als die Flaschenfütterung und deshalb durchaus eine Alternative zur Flasche und gerade bei einem Kind ab sechs Monaten lässt sich der Becher gut einführen und die Flasche muss nicht mehr in jedem Fall unbedingt eingeführt werden. Wichtig ist, dass Sie wirklich geduldig bleiben. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Danke für die Antwort, aber leider ist meine Frage nicht ganz beantwortet. Ich versuch ihr die Milch jetzt schon bestimmt 3 Wochen immer wieder anzubieten, aber sie nimmt immer nur 2-3 Schlucke und das wars dann. Sie sieht gar nicht ein, sich daran satt zu trinken, sondern will an die Brust. Langsam geráte ich in zeitnot. Würde es was nützen, wenn ich mal gar nicht da wäre und mein Mann muss sie füttern und bei großen Hunger hätte sie dann ja keine andere Wahl, als die Milch aus der Flasche zu trinken. Oder ist das zu hart? Hab echt keine andere Idee mehr. lg


Biggi Welter

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Liebe Tinijo, ich habe Ihnen bereits geschrieben, dass nicht Sie, sondern eine andere Person füttern sollte. Die Becherfütterung ist bei einem Baby sehr sinnvoll, wenn es hartnäckig die Flasche verweigert und auch da sollten Sie es mehrere Male mit viel Geduld versuchen. Vielleicht lassen Sie sich von einer Beraterin vor Ort einmal die Becherfütterung zeigen. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. Einfach wegfahren könnte ich persönlich nicht, aber vielleicht hilft es, wenn Sie den Raum verlassen. Wichtig ist wirklich, dass Sie mit viel Liebe und Geduld vorgehen! LLLiebe Grüße, Biggi


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