Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Hallo Biggi, vor ca. 1 Monat hast Du mir schon zahlreiche Tipps i.S. Abstillen gegeben. Trotzdem will es nicht so Recht klappen. Ich hab vor ca. 14 Tagen die Abendmahlzeit durch Flasche ersetzt. Er(8,5 Monate) schlief dann 3 Nächte durch, ich dachte schon, siehste die Flaschenmilch macht doch satter. Denkste, denn jetzt kommt er wieder so 2-3 x Nachts. Und schläft auch trotz stillen nicht mehr ein...(Er ist allerdings auch verschnupft...)Das ist dann auch meine erste Frage. Geht Ihm das Stillen tagsüber so ab, dass er jetzt dafür Nachts kommt ? Das Zweite Problem: Tagsüber stille ich nicht mehr, allerdings ist dann Spätnachmittag meine linke Brust so prall, dass ich Ihn doch anlege. Er will da aber oft gar nicht unbedingt. Tagsüber hat er nicht mehr das Bedürfnis ! Hab dann auch schon mal probiert es zu lassen, aber spätestens in der Nacht halt ich es dann nicht mehr aus, und bin totfroh, wenn er dann kommt. Deine Tipps mit wenig ausstreichen hab ich schon gemacht, aber nach spätestens einer Stunde gehts schon wieder nicht mehr. Gibts da noch eine Möglichkeit ??? LG Barbara


Biggi Welter

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Liebe Barbara, ich kann dir nicht sagen, ob dein Kind das Stillen vermisst oder einfach einen Entwicklungsschub durch macht. Die Fähigkeit auf Dauer längere Zeit am Stück zu schlafen ist unabhängig von der Ernährung. Ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Es gibt nicht wenige Kinder, die dann sogar noch weniger schlafen. So lange die Brust noch gespannt oder sehr voll ist, musst Du abpumpen, ausstreichen oder anlegen, um einen Milchstau zu verhindern. Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken solltest Du deine Trinkmenge. Du solltest dich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämst Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi


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