Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, zuerst einmal vielen vielen Dank für all Deine Unterstützung. Ich habe nun schon einige Male geschrieben. Wollte meine Tochter anfangs, da wir Stillprobleme hatten gar nicht mehr stillen, danach war ich total glücklich, da es, Dank Deiner Hilfe, so toll funktioniert hat. Immer wieder wollte ich inzwischen abstillen, habe mich dann aber wieder für das Stillen entschieden. Nun ist es aber wirklich soweit. Ich stille meine Tochter, die mittlerweile 13 Monate alt ist abends, morgens und nachts und manchmal auch noch tagsüber. Ich wollte zwar schon ein paar Mal aufhören, doch meine Tochter weigerte sich. Nun ist es aber so, dass sie mich nur noch beißt, mit meiner Brust herumspielt und gar nicht mehr wirklich trinkt. Ich weiß dann oft nicht, wie ich reagieren soll, erkläre ihr, dass mir das weh tut, doch sobald ich ihr die Brust wieder gebe, fängt das ganze von vorne an. Kann es sein, dass sie einfach nicht mehr gestillt werden möchte? Sobald ich mich mit ihr ins Bett lege, zieht sie mein T-shirt hoch und freut sich, die Brust zu sehen, aber dann eben, die Spielerei und Beißerei. Nun weiß ich wirklich nicht, wie ich reagieren soll bzw. ob nun doch die Zeit zum Abstillen gekommen ist. Bitte hilf mir (wieder einmal)! Liebe Grüße Angelika
Liebe Angelika, ich denke, dass dein Kind verlernt hat, richtig an der Brust zu trinken. Bekommt dein Kind den Schnuller oder eine Flasche? Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab oder beißt, wie in deinem Fall. Du könntest nun versuchen, deinem Kind das richtige Trinken wieder bei zu bringen, wenn Du allerdings wirklich abstillen möchtest, ist das vielleicht eine gute Gelegenheit. Ich werde dir jetzt ein paar Möglichkeiten aufzählen, ein älteres Stillkind von der Brust zu entwöhnen. Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt "biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Du deinem Kind die Brust nicht von dir aus anbietest, aber auch nicht ablehnst, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, deine Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Du musst die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Ihr viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmt, die deinem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn Du dein übliches Verhalten in bestimmten Situationen veränderst. Wenn Du zum Beispiel sitzen bleibst anstatt dich hinzulegen, wenn Du dein Kind zum einschlafen bringst. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal bringt es dich auch weiter, wenn du das Stillen immer dann, wenn dein Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschiebst. Das kannst Du flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Du kannst auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, meine Kleine nimmt weder Schnuller noch Flasche. Sie trinkt aus der Trinklernflasche bzw. schon aus dem Becher. Danke für Deine Tipps. Ich hoffe, dass es klappt. Liebe Grüße Angelika
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