Mitglied inaktiv
hallo liebe biggi, hallo liebe kristina, ich habe am 13. august meine vivian zur welt gebracht und stille seitdem. also fast 3 monate. es klappt leider immer schlechter muß ich sagen. sie nimmt die brust nicht mehr richtig, ist total unruhig dabei (wedelt mit den händen wie eine wilde) und weint manchmal auch dabei. ich habe schon milch. ich merke es ja, wenn ich abpumpe. es kommen dann immer ca. 60-80 ml dabei raus. aber ich muß ganz ehrlich sagen, ich weiß ja nicht, wieviel sie immer beim stillen trinkt und ob sie wirklich satt wird. denn sie hat nachwievor immernoch alle 2 stunden hunger. was ich aber noch erwähnen muß, ist, daß ich seit anfang an zufüttere mit HA Pre von milumil. (war ein rat von meiner hebamme, weil ich anfangs zu wenig milch hatte und die kleine trinken MUSSTE, weil sie gelbsucht hatte) das zufüttern hat bisher immer am besten geklappt. also beim fläschchen ist sie ruhig und danach einfach ausgeglichener...und ich sehe genau, wieviel sie trinkt und bin dann beruhigter. sie bekommt ca. 4 fläschchen pro tag zugefüttert incl. nachts. beim zufüttern trinkt sie meistens ca. 130 ml pro fläschchen. jetzt meine frage:sollte ich abstillen und wenn ja, wie kann ich abstillen??? ich möchte einfach nicht mehr, auch, wenn ichs selber schade finde. aber das ist wirklich jedesmal ein krampf für mich und die kleine! :-( muß ich dafür zum arzt oder gibt es "abstill-globulis" in der apotheke? weil, die milch geht ja nicht einfach weg, nur, weil ich nicht mehr anlege...? ich muß ja sicher erst noch ne weile abpumpen oder? und wie lange dauert es dann ungefähr, bis die milch dann nicht mehr kommt? habe gelesen, daß ich am besten die milch ausstreichen soll und das am besten unter der dusche und salbeitee oder pfefferminztee trinken soll. und nach dem abstillen? kann ich dann die HA 1 nehmen? weil die pre ja nicht so sättigend ist. ich danke jetzt schon für ihre antworten. ich bin wirklich momentan am ende deswegen, weil ich einfach das gefühl habe, daß sie beim stillen nicht wirklich viel getrunken hat. es klappt einfach nicht mehr! :-( liebe grüße fanny und vivian :-)
Kristina Wrede
Liebe Fanny, am liebsten würde ich dich jetzt erst einmal fest in den Arm nehmen und trösten. Deinen Zeilen ist anzumerken, wie traurig es dich macht, dass es nicht so klappt, wie du es dir erwünscht hast (und wie es vielleicht hätte klappen können). Tatsache ist: Du hättest noch immer eine Chance, wenn du angemessen unterstützt wirst. Aber: Es ist genauso dein gutes Recht zu sagen: Es reicht. Ich kann nicht mehr, ich mag nicht mehr. Viele Frauen kommen an diesen Punkt, und viele stillen dann auch ab. Für einige ist es dann auch ok, andere wiederum trauern noch lang der "mißglückten" Stillbeziehung hinterher. Zu welcher Gruppe zählst du dich? Wenn du noch ein wenig Trauer verspürst, es jedoch wirklich nicht weiter probieren magst, dann tröstet dich vielleicht zu wissen: Auch eine Mutter, die ihr Kind nicht stillt, ist eine gute Mutter. Das Stillen darf hier nicht überbewertet werden! Márta Guóth-Gumberger, IBCLC in Rosenheim, schreibt in Ihrem Text "Wenn es mit dem Stillen trotz allem nicht klappt": "Die biologische Möglichkeit, Ihr Baby zu stillen, ist manchmal nur theoretisch vorhanden, weil die Hindernisse so groß sind. Mangelnder Rückhalt in Familie und Umgebung, sehr große Anforderungen an die Mutter, Krankheit bei Mutter und/oder Kind, Stress, Angst, Sorge, zuwenig Unterstützung und Information von medizinischem Personal, falsch eingefädelte Verhaltensweisen in der Klinik, fehlende Information zur richtigen Zeit, Temperament und Saugtechnik des Babys, frühere Misserfolgserlebnisse beim Stillen und das gesellschaftliche Klima können einzeln oder in Kombination die Stillbemühungen der Mutter um den Erfolg bringen. Sie erleben dann vielleicht Versagensgefühle, aber halten Sie sich all die erschwerenden Faktoren in Ihrer Situation vor Augen. Denken Sie daran, dass Stillen zum Ziel hat, eine liebevolle Mutter-Kind-Bindung zu ermöglichen. Das Stillen erzwingen zu wollen, würde das Gegenteil bewirken. (...) Vielleicht klappt aber auch das nicht. Sie erleben in jedem Fall Trauer um den Verlust einer komplikationslosen Stillbeziehung bzw. einer Stillbeziehung überhaupt. Lassen Sie diese Gefühle der Trauer zu, aber bleiben Sie nicht bei ihnen stehen. Sie haben die Möglichkeit, auf andere Weise Ihrem Kind die Nähe, Geborgenheit und Bindung zu geben, die beim Stillen entstehen würden. " Gern schicke ich dir den kompletten Text zu, der als Infoblatt von La Leche Liga Deutschland herausgegeben wurde. Ich hoffe, ich konnte dir etwas Trost spenden. Herzlichen Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Hallo Fanny, erst mal einen dicken Knuddel ;O) mir gehts auch nicht viel besser. Meine Kleine nimmt zwar gern die Brust trinkt aber zuwenig und sehr oft. Naja sie hat nicht genug zugenommen was nicht ganz so schlimm ist da sie bei der Geburt am 13 August ( lustig nicht gleicher Geburtstag) sehr groß und kräftig war. Ich fütter auch bei und bekommen viel gute Ratschläge aber langsam nervt mich das doppel spiel auch. Da ich aber viel alleine bin mit meiner Kleinen und mein Mann sehr spät heim kommt dann aber fast genau so viel tüddel wie einBaby braucht und es immer aufgeräumt haben will ist auch noch stress dabei. Vielleicht klappt es deshalb nicht. Lass dich nicht verurteilen weils stillen nicht klappt :O) du hast es versucht und dienem Kind schon einiges gegeben. Und wenn du dich quälst und traurig bist dann merkt das Kind es auch und reagiert auch so. Meine Kleine jedenfalls. Alles gute für dich und Vivian :O) Miriam und klein Laura
Kristina Wrede
Liebe Fanny, hier noch die Informationen zum Abstillen: Eine "Gebrauchsanweisung" im wörtlichen Sinn gibt es nicht, nur Tipps und Vorschläge wie vorgegangen werden kann. Wenn Du dein Kind vor dem 6. Monat abgestillt haben willst musst Du zunächst zur Flasche hin abstillen, da das Kind noch zu jung für alleinige Beikost ist. Dabei gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Du beginnst, bleibt dir überlassen. Nach Möglichkeit solltest Du nicht zwei unmittelbar aufeinander folgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Besprich mit deiner Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Du verwenden solltest. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Gleichzeitig können unterstützend ein paar Tassen Salbei- oder PFefferminztee helfen. Von Abstilltabletten würde ich eher abraten, da die meisten schwere Nebenwirkungen haben können und nicht zwangsläufig tatsächlich helfen. Erfahrene Hebammen oder Homöopathen können auch mit Globuli den Abstillprozess begleiten. Ein "Patent"-Mittel dazu kann ich nicht empfehlen, da wir keine Medikamentenempfehlung aussprechen dürfen. Für das komplette Abstillen solltest Du in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Du Probleme mit der Brust vermeiden willst und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Lieben Gruß, Kristina
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