Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

10 Monate altes Baby abstillen/umgewöhnen

Frage: 10 Monate altes Baby abstillen/umgewöhnen

KleineHexe102

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Hallo Frau Welter!  Meine Frage ist so simpel wie auch komplex ^^  Ich würde gern so langsam aber sicher mein 10 Monate altes Baby abstillen oder wenigstens an eine Alternative gewöhnen. Mein Sohn isst seit einiger Zeit schon ganz fleißig und auch gut. Er hat bereits 8 Zähne und ich vermute dass sich aktuell zwei weitere auf den Weg machen. Die Brust nimmt / bekommt er eigentlich nur noch zum einschlafen (tagsüber zu den schläfchen sowie am Abend und in der Nacht zur Beruhigung).  Milch die kommt trinkt er zwar gut und gern, aber viel ist es nicht mehr (habe vor längerer Zeit mal versucht abzupumpen, da waren es gerade noch 60ml). Er macht auch keine Anstalten mehr haben zu wollen,  lediglich nuckeln und beruhigen ist ihm sehr wichtig. Da er von Tag eins die Flasche sowie nuckel verweigert, ist es extrem schwierig mal mehr als 2 Stunden ohne ihn unterwegs zu sein.  Wir haben es mehrfach mit allen Mitteln versucht. Lediglich zum Bewerbungsgespräch und zu meiner OP konnte/ musste man ihn durch die "situation" zwingen weil es nicht anders ging. Mein Mann hatte ihn und mein Sohn hat ohne Punkt und komma durch geschrien und geweint , trotz aller Bemühungen (hatte ihn vorher ausgiebig an der brust nuckeln lassen). Es ist wie verhext. Pre akzeptiert er absolut nicht, die wird unter würgen und schreien weg gestoßen. Aber auch abgepumpte Milch aus der Flasche funktioniert nicht (ebenso Bechern). Egal was man versucht , es ist vergebens.. Und so schreit und weint er sich durch die Zeit oder auch in den Schlaf, sehr zur Belastung aller (vor allem für ihn selbst).  Ich Stille ihn gern , aber ich muss und möchte auch wieder etwas unabhängiger werden . Wir haben noch eine Tochter die 4 Jahre alt ist und auch viel Aufmerksamkeit möchte und braucht. Mit ihr mal zum Kinderturnen gehen oder etwas unternehmen ist leider nicht drin , da mein Sohn nicht bei Papa oder jemand anderem bleiben kann und will. Ihn mitzunehmen macht es nicht einfacher , da meine Tochter sehr gefühlsstark und "impulsiv" ist und daher ein besonderes Maß an Aufsicht und Zuwendung benötigt. Da mein Sohn in etwa 3 Wochen in die  Krippe eingewöhnt wird weil ich einen neuen Job beginne(n muss) und ich dieses Jahr noch mindestens zwei OP's über mich ergehen lassen muss , wäre es mir lieber etwas unabhängiger zu werden.. ich möchte ihm nicht einmal die Milch vorenthalten , ich wäre durchaus bereit ihm weiterhin Milch abzupumpen oder ihn auch mal an die brust zu lassen.. jedoch wäre es auch schön wenn der papa ihn auch mal zu bett bringen , ihn nachts beruhigen oder ihn betreuen dürfte.. daher wäre ich über Möglichkeiten,  Optionen dankbar , wie ich ihn wenigstens ein Stück weit an die neue Situation zu gewöhnen ohne tatsächlich jedesmal einen abrupten Entzug meiner brust / milch/ Person durchziehen zu müssen..    Ich kann mir bisher nur vorstellen das gänzliches abstillen die einzige Möglichkeit ist ?  Eventuell gibt es andere ? Mit Flaschen könnte ich noch leben, jedoch wäre ich froh wenn ich ihn jetzt nicht noch an einen nuckel gewöhnen müsste. Gänzlich ohne all das wäre natürlich ideal. Ich hoffe sie verstehen meine Problematik und bedanke mich schonmal im voraus !   


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe KleineHexe102, versuche einmal, dass der Papa dein Kind zunächst jeden Abend trägt und ihm nahe kommt, ohne Druck und Eile. Oft hilft es, wenn der Papa das Baby in ein Tragetuch nimmt und mit ihm spazieren geht, das Kind beruhigt sich und muss evtl. gar nicht oder nur noch kurz gestillt werden. Es soll für dein Baby eine neue Gewohnheit werden, es soll kann sich so in Ruhe an die Umstellung gewöhnen und fürchtet nicht gleich, dass es nicht mehr an die Brust darf. Im Moment würde ich da wirklich sehr vorsichtig vorgehen, denn die Krippeneingewöhnung ist für dein Kind ein enormer Einschnitt und es braucht zu Hause viel Sicherheit und Stabilität. Kannst du noch etwas Geduld haben, bis es in der Krippe gut läuft? Vielleicht klappt es bis in drei Wochen schon gut mit den Spaziergängen, magst du das mal probieren? Einen lieben Gruß Biggi


KleineHexe102

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Guten Abend Frau Welter , zunächst einmal möchte ich mich für Ihre Antwort bedanken.  Mein Sohn ist schon gern bei seinem Papa und die beiden spielen auch toll zusammen, ganz am Anfang hat er auch öfter auf seiner veust geschlafen,  doch das wurde immer weniger je aktiver er wurde. Wann genau sollte mein mann ihn denn in die trage nehmen ? Wenn mein Sohn müde/ nörgeln wird oder vorher schon? Oder dann wenn er auf jedenfall direkt ins bett müsste ? Ich bin da etwas verwirrt :) Stimmt schon , die Krippe wird eine enorme Umstellung.. Allerdings wird mein Sohn auf kurz oder lang auch über den Mittag dort bleiben , das heißt, er müsste dort auch schlafen.. Wie soll das nur klappen? Dort sind ja gänzlich fremde Menschen für ihn (also keine Verwandten). Er wird drei Wochen eingewöhnt, dann muss er Ferien bedingt 3 Wochen zuhause bleiben (ebenso wie seine Schwester da fahren wir in den Urlaub) und im Anschluss beginnt unmittelbar mein neuer Job (zwar auch nur teilzeit, aber das bedeutet auf jedenfall das er den vormittag ohne mich schaffen muss) .. daher wäre meine idee die Flasche gewesen ..  Soll ich es dennoch langsamer angehen und schauen wie es in der Krippe klappt oder muss ich mir da doch etwas anderes überlegen?    Vielen Dank schonmal!


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