LinLin
Guten Tag Frau Welter, mein Sohn ist 18 Monate und ich würde ihn gerne komplett abstillen. Tagsüber (bis auf Mittags) ist er seit 2 Monaten abgestillt. Vor ca. 2 Wochen habe ich das Stillen vor dem Mittagsschlaf abgesetzt. Dann vor einer Woche das Stillen vor dem Nachtschlaf. Beides klappte erstaunlich gut, die ersten Male hab ich mit ihm ein Buch angeschaut und er ist dabei eingeschlafen. Seit ein paar Tagen schläft er binnen weniger Minuten ein, wenn er auf mir drauf liegt. Ich summe ein Lied und bewege mich ganz leicht. Soweit so gut :) nun will ich es auch nachts angehen. Man muss dazu sagen, dass unser Sohn noch nie länger als 3 Stunden am Stück ohne stillen geschlafen hat. Es ist eher so, dass er seit er 6 Monate ist, im 1-2 Std Takt aufwacht und gestillt werden will. Phasenweise kommt er auch deutlich früher, eher im 30 min Takt. Sobald er stillt, schläft er auch direkt ein. Nur ich kann und will einfach nicht mehr. Nicht eine Nacht habe ich ohne ihn und stillen verbracht weil ich einfach für ihn da sein wollte. Jetzt ist es aber so, dass er zum stillen bzw. danach gerne noch an meiner Brust "rumfummelt" und ich kann so einfach nicht mehr schlafen. Ich bekomme wahrscheinlich seit ca einem Jahr jede Nacht nicht mehr als 4-5 Stunden Schlaf ab. Anfang nächsten Jahres werde ich operiert (größere op) und möchte zu diesem Zeitpunkt auch einige Wochen vorher abgestillt haben. nun zu meinem eigentlichen Anliegen ich würde ihn gerne nachts abstillen und ihm den Busen gar nicht mehr geben (versuche, ihn schrittweise nachts zu entwöhnen wird meiner Meinung nach bei ihm schwer umzusetzen sein, zumal ich auch einfach nicht mehr die Kraft und Durchhaltevermögen habe, neue Regeln für nachts einzuführen) . da ich ihn nachts noch sehr häufig stille (schlechte Nächte 5-15x stillen, gute Nächte 3-6x stillen) bin ich jetzt etwas verunsichert ob ich dann einen Milchstau, brustentzündung, etc. Bekomme? Ich hatte in der gesamten stillzeit nur einen milchstau ganz am Anfang, ansonsten habe ich das Gefühl dass ich eher nicht dazu neige. Ich habe auch keine große Veränderung bemerkt als ich nur noch zb um 7 morgens zum aufwachen und dann beim ersten aufwachen nachts gegen 21 Uhr gestillt habe. Ich trinke auch seit 2 Wochen ca 3 Tassen Salbeitee täglich. ebenso mache ich mir natürlich Sorgen wie unser Sohn dass plötzliche nachts abstillen verkraftet. Entschuldigen Sie den langen Text und vielen Dank fürs lesen viele liebe Grüße
Liebe LinLin, wenn du sofort abstillst, solltest du unbedingt gut auf deine Brust achten! Sobald sich die Brust dann noch gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen, aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) hast, besteht kein Handlungsbedarf mehr. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Falls du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. Und nun zu deinem Sohn. Stillen ist eine ZWEIERbeziehung und du musst dich nicht zwingen. Sicherlich ist es für dein Kind ein liebgewonnenes Ritual und es wird die Brust schmerzlich vermissen, aber wenn es dich nur noch nervt, dann spürt dein Kind das auch. Wichtig ist nun, dass ihr zum einen wirklich miteinander redet und du deinem Kind klar erklärst und sagst, was du willst und was du nicht mehr willst. Zum anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Das Wichtigste ist jetzt, dass du Klarheit für dich bekommst. Möchtest du sofort komplett abstillen, oder wäre ein "wir stillen nur noch abends zum Einschlafen und morgens vor dem Aufstehen" auch ok für einige Zeit? Je klarer für dich ist, was dein Ziel ist, desto besser lässt es sich erreichen. Denn unsere Kinder spüren jeden Zweifel in uns und dann fällt es ihnen schwerer, uns zu folgen (im wahrsten Sinne des Wortes). Dein Sohn spürt jetzt deinen Zwiespalt und da er sich nicht hinsetzen und sagen kann „Mama, ich spüre, dass du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert er auf deine Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Er hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Kinder sind für „geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. DU bist diejenige, die bestimmt wo's lang geht, dein Kleiner ist dazu noch viel zu klein. Und: er BRAUCHT es, dass du die Zügel in die Hand nimmst und ihn liebevoll begleitest. Ja, er wird schreien, toben, heulen und wüten und das ist auch okay so, er IST traurig und es ist nicht leicht für ihn. Er braucht deine Klarheit und deine Konsequenz und wenn er merkt, dass du wirklich meinst, was du sagst, wird er die neue Situation akzeptieren. Versuche, ihn liebevoll zu begleiten und gestehe ihm auch seine Trauer und auch seine Wut zu, denn für deinen Sohn ist es nicht leicht, auf einmal ohne Brust in den Schlaf finden zu müssen. Dein Kleiner wird das verkraften, denn du bist sein Leuchtturm und er wird sich an dir orientieren. Ihr schafft das, bleib ruhig und gelassen! Lieben Gruß Biggi
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