Mitglied inaktiv
Hallo, meine Kleine ist jetzt 8,5 Wochen alt. Nach anfänglichen Stillproblemen (mit feedern im Krankenhaus, Stillhütchen) kann ich seit ca. 5 Wochen normal stillen. ´Zur Zeit haben wir einen Rythmus von ca. 3-4 Stunden. Aber ab 17:00 Uhr ist so gut wie gar nichts mehr in der Brust und es gibt ein Riesentheater mit Pia, weil sie natürlich merkt, das da nix kommt. Also muss ich jeden Abend 1 Fläschen 100 ml HA Nahrung zufüttern (vorher natürlich trotzdem angelegt). Um die Brust zu "überlisten" versuchte ich einige Tage abends immer noch abzupumpen um die Brust anzuregen, passiert aber nichts. Nach dem Fläschen schläft die Kleine bis 2 Uhr Nachts und dann still ich wieder normal. Es ist nur um diese Abend Zeit. Was kann ich noch tun, damit ich auch um diese Zeit voll stille? Hab es mit Sekt, Vitamalz probiert, leider habe ich auch nicht mehr Milch bekommen. Tagsüber habe ich auch das Gefühl, als ob nicht genug Milch da wäre, aber das ist wohl Einbildung. Und ich habe auch den Eindruck, dass die Kleine Saugfaul ist, und die Brust deshalb nicht so viel Milch hergibt. Viele meinen, ich hätte falschen Ehrgeiz, und wenn sie abends die Flasche will, dann soll sie, sie wird ja sonst gestillt. Ich will aber auch keinen Super Streß mit dem Baby, aber wenn es noch einen heißen Tip gäbe, wäre ich dankbar. Claudia
? Liebe Michi, es ist die Frage, ob er die 30 g wirklich „gebraucht hat" und die Brust einer stillenden Frau ist auch nie „leer". Ein Abstand von 5 1/2 Stunden ist auch sehr lange für ein Baby in diesem Alter während Dauerstillen keineswegs ungewöhnlich ist. Wachstumsschübe sind Zeiten erhöhter Nachfrage, in denen das Baby sehr oft gestillt werden möchte. Wird das Baby dann auch häufig angelegt (etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar noch häufiger), erhält der Körper der Frau das Signal „mehr Milch bilden" und nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und die Milchmenge hat sich dem Bedarf des Babys wieder angepasst. Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Sie haben dann nicht zu wenig Milch, sondern der Bedarf Ihres Babys hat sich vergrößert und die Brust muss darauf erst reagieren. Je häufiger angelegt und die Brust effektiv entleert wird, um so mehr Milch wird gebildet. Wird in dieser Situation jedoch zugefüttert, greifen Sie in das Gleichgewicht ein und können damit unfreiwillig das Abstillen einleiten. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
hallo ich glaube eigendlich nicht, daß du abends keine milch hast. normal ist die brust nie richtig leer. außerdem passt sich die menge nach 1-2 tagen an. allerdings störst du die eigene milchregulierung durch das zufüttern. vielleicht ist dein baby damit beschäftigt, die erlebnisse des tages zu verarbeiten. ein signal ist, daß das kind den kopf wegdreht= ich möchte ruhe/ weniger licht. das ist natürlich nur eine vermutung. alles gute! gruß ayla
? Liebe Claudia, kann es sein, dass Sie die allgemein bei kleinen Babys weit verbreitete Unruhephase mit zu wenig Milch verwechseln? Manchmal ist es so, dass das Baby einfach „aufgedreht" ist. Wenn Ihr Baby sich dann so aufregt, dass es sich nicht mehr anlegen lässt bzw. nicht mehr gut an der Brust trinken kann, dann kann es sehr sinnvoll sein, andere Strategien zur Beruhigung zu versuchen. In dieser Situation ist - so schwer es auch fällt - Ruhe das alleroberste Gebot. Keine großen Aktionen und nicht ständig etwas neues ausprobieren, sondern das Kind mit viel Ruhe und möglichst wenig Aufhebens zu beruhigen versuchen. Vor allem, wenn die Mutter - was ja nur zu verständlich ist - angespannt ist, dann ist es vorteilhaft, wenn vielleicht der Partner das Kind nimmt, der weniger aufgeregt ist (oder die Großmutter oder eine andere Person einspringt). Der Punkt ist, dass der Fokus vom Kind genommen wird, dass sich nicht mehr alle Anspannung auf das Kind konzentriert und es so die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu entspannen und zu beruhigen. Der Teufelskreis der Anspannung, die sich auch bei den Eltern aufbaut und so das Kind immer unruhiger werden lässt, muss durchbrochen werden. Das kann manchmal auch dadurch erfolgen, dass das Baby auf eine Decke gelegt wird und die Mutter oder der Vater es durch unaufgeregtes, leises Sprechen und sanftes Streicheln beruhigt. Auch ein Spaziergang mit dem Kind im Tragetuch kann hilfreich sein. Außerdem möchte ich Ihnen den Besuch einer Stillgruppe empfehlen. Dort werden Sie sehen, dass sich Ihr Baby keineswegs anders verhält, als die Mehrzahl aller Babys in seinem Alter. Der Austausch mit anderen stillenden Müttern kann ungeheuer hilfreich sein. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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