Romys-mama
Guten Morgen, vielen Dank für Ihre Zeit! Ich habe eine Frage bezüglich des Unterhalts... Das Kind lebt bei dem Papa, die Mutter zahlt 105% Unterhalt. Gibt es eine Grenze, bei dem Einkommen des Vaters, ab der er keinen oder weniger Unterhalt für das Kind erhält? Wenn er einmalig eine größere Summe Schmerzensgeld erhält, wirkt sich das auf den Unterhalt aus? Vielen Dank und liebe Grüße
Hallo, 1. Der betreuende Elternteil braucht in der Regel keinen Barunterhalt für das minderjährige Kind zu leisten, es sei denn, sein Einkommen ist bedeutend höher als das des anderen Elternteils oder dessen angemessener Bedarf (§ 1603 Abs. 2 Satz 3 BGB, Anm. A 5 II der Düsseldorfer Tabelle) ist bei Leistung des Barunterhalts gefährdet und der angemessene Selbstbehalt des Betreuenden ist auch bei (anteiliger) Leistung des Barunterhalts gewahrt. 2. Das Schmerzensgeld ist unrelevant. Es sei denn, er legt es an und bekommt ZInsen (was ja im Moment weniger ein Thema ist). Liebe Grüße NB
Berlin!
Schmerzensgeld ist eine Kompensation für erlittene Schmerzen und wirkt sich auf den Kindesunterhalt nicht aus. Natürlich nicht. Ist das anrechenbare Einkommen des betreuenden Elternteil deutlich mehr, kann das in bestimmten Fällen dazu führen, dass sich der betreuende Elternteil an dem Unterhalt des Kindes beteiligen muss. So etwa, wenn der betreuende Elternteil 3 Mal so viel anrechenbares Einkommen hat, wie der unterhaltspflichtige Elternteil. Letzterer muss aber voll erwerbstätig sein (Vollzeit, alle möglichen Schichten, kein schlechtbezahlter Job, obwohl etwas anderes verfügbar ist etc.). Er darf sein Einkommen also nicht absichtlich mindern. Der andere Fall betrifft nicht solche krassen Einkommensunterschiede. Ist das anrechenbare einkommen des betreuenden Elternteils wesentlich höher, man sagt mindestens 500 Euro nette, UND hat der barunterhaltspflichte Elternteil weniger als 1.400 Euro angemessenen Selbstbehalt zur Verfügung, muss sich der betreuende Elternteil am Unterhalt beteiligen. Man muss aber darauf achten, dass dem betreuenden Elternteil auch nach seiner Inanspruchnahme noch ein wesentlich höheres Einkommen zur Verfügung stehen muss als dem anderen Elternteil. Die Differenz sollte bei mindestens 300,- Euro liegen.
Romys-mama
Hey,
ganz lieben Dank für deine ausführliche Antwort!
Das mit dem Schmerzensgeld dachte ich mir bereits...
Der Rest scheint etwas komplizierter zu sein.
Die Mutter ( die den Unterhalt zahlt ) verdient ca 1900€ netto. Der Vater ( der den Unterhalt für das Kind erhält ) verdient bald ca 4000€ netto, hat allerdings drei Kinder ( inklusive dem Kind um das es hier geht ) und eine Ehefrau in Elternzeit...
Ich denke, ganz genau kann das nur ein Anwalt ausrechnen.
Muss man denn tätig werden damit man später nichts zurückbezahlen muss?Also der Mutter sagen, dass man bald deutlich mehr als jetzt verdient?
Herzlichen Dank
Sternenschnuppe
Nö. Das geht die Mutter auch nichts an was Vater und neue Frau verdienen. Mit den 1.900 kann sie doch gut den Mindestunterhalt bezahlen.
Ähnliche Fragen
Hallo Frau Bader, ich arbeite im Erziehungsurlaub auf 630,- Basis und erwarte Ende September mein 2. Kind. Ist es richtig, daß mein AG verpflichtet ist, mir das Gehalt bis zum Ende des Mutterschutzes weiter zu zahlen (Ende Nov.)? Ich habe vor kurzem eine Freundin für einen Nachmittag vertreten und bekomme nun von Ihrer Chefin noch ca. 140,- ausge ...
Hallo Frau Bader, meine Frage lautet: auf welches Jahr bezieht sich die Einkommensgrenze für das Erziehungsgeld nach dem 6. Monat? Angenommen unser Kind kommt im Mai 2003 zur Welt, wird zur Berechnung das Jahr 2002 genommen oder das Jahr 2003 (Kind wäre im November dann sieben Monate)? Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung. Britta
Hall Frau Bader! Hab ich bei 50.000 € Einkommen meines Mannes (Brutto) überhaupt die Chance, Bundeserziehungsgeld zu bekommen? Muss ich da rechnen: 30.000 Grenze plus 24 % und das darf höchstens brutto verdient werden? Richtig? Tibby
Halli Hallo, unser jährliches zu versteuerndes Einkommen lag 2004 bei ca. 35.000 Euor. Lt. Erziehungsgeldrechner besteht nun kein Anspruch mehr auf Erziehungsgelt. Unser 2. Sohn kam am 17.05.05 zur Welt. Ist dies so richtig, oder kann man trotzdem noch einen Antrag stellen? Und wie ist das mit dem Landeserziehungsgeld für unseren 1. Sohn geb. 11 ...
Sehr geehrte Frau Bader, Ich wohne im Bundesland Sachsen. Vor einigen Tagen stellte ich Ihnen schon einige Fragen. Hier noch drei ergänzende dazu. Landeserziehungsgeld: Ich bekomme 1 Jahr Elterngeld und habe 1 1/2 Jahre Elternzeit beantragt. In den 1/2 Jahr möchte ich Landeserziehungsgeld für meine Tochter beantragen. Es ist mein erstes Kind ...
Sehr geehrte Frau Bader, ich arbeite sowohl selbtständig als auch angestellt (vor der Elternzeit im Verhältnis 30- 40% zu 60%) Nun habe ich meine Elternzeit im Angestelltenverhältnis verlängert, arbeite aber bereits selbständig wieder, darf ich ja bis zu 30 H in Elternzeit. Eletrngeld ist ausgelaufen. Ab welcher Einkommensgrenze muss ich Kra ...
Guten Tag, mein Mann und ich sind beide berufstätig und liegen mit unserem Einkommen deutlich unter der neuen Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld in Höhe von Brutto 300.000 EUR, wobei ich ein signifikant höheres Einkommen habe. Aufgrund von Einmalzahlungen sowie die Einlösung von Aktienoptionen aus mehreren Jahren (das Geld wurde als Eig ...
Guten Tag Frau Bader, unser erstes Kind kommt Mitte Mai auf die Welt. Dann gilt ja die neue Einkommensgrenze von 200.000 Euro für Paare beim Elterngeld. Da mein Freund, dieses Jahr einen hohen einmaligen Bonus bekommen hat, überschreiten wir die 200.000€ mit unseren Brutto Gehälter. Jedoch geht es ja nur um das zu versteuernde Einkommen. Wir wi ...
Die letzten 10 Beiträge
- Trotz driftet
- Trotz driftet
- Gehalt im Beschfätigungsverbot
- Anspruch auf Elterngeld bei hoher Abfindung im Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes
- Krankmeldung mit Prognose
- Rechte und Pflichten
- Elternzeit
- Zu spät in der Kita Abweisung erlaubt?
- Änderung des Arbeitsvertrags nach Verkündung von Schwangerschaft
- Lügen