Steffi-82
Unser Kind (6) kam im Februar 2022 in den Kindergarten. Zu diesem Zeitpunkt haben wir das Aufnahmeheft unterschrieben. Es geht um das Thema Kinder"smartwatch" - Sie hat seit Weihnachten eine, da sie seither als Vorbereitung für die Schule morgens zumeist alleine in den Kindergarten läuft oder mit dem Fahrrad fährt und ich im Notfall für sie erreichbar sein möchte. Im neuen Aufnahmeheft (Augst 2025, von dem wir Ende letzten Monats überhaupt erst erfahren, aber nicht unterschrieben haben) wurde dieser Punkt aufgenommen: Nicht erlaubt sind: "Kommunikationsmittel, welche dem Kind die Möglichkeit der selbstständigen Kontaktaufnahme mit den Personenberechtigten während der Betreuungszeit eröffnen" Ihre Uhr befindet sich während der Betreuungszeit im Kindergarten voreingestellt zuverlässig im Schulmodus, d.h. die Uhr zeigt ausschließlich die Uhrzeit und das Wort "Schulmodus" im Display an, im Hintergrund läuft ein Schrittzähler mit. Mehr nicht. Damit ist die Uhr kein Kommunikationsmittel mehr und nicht verboten..., richtig? Dennoch behauptet die Rechnungsstelle weiterhin, dass sie sie nicht tragen darf.... Ist das korrekt? Gilt die Änderung überhaupt für uns, da wir diese nicht in unserem Aufnahmeheft und sie auch nicht unterschrieben haben? Noch dazu, dass wir erst ein ¾ Jahr nach Änderung und 5 Monate nach Kauf der Uhr davon in Kenntnis gesetzt wurden? Danke Stefanie König
Hallo, das ist zulässig. Sie kann doch die Uhr vor der Schule ausziehen und in den Ranzen packen bzw sie die ganze Zeit dort lagern. Es ist allgemein verboten, war bei uns auch so. Liebe Grüße NB
Verwirrt123
Warum gibt sie die Uhr nicht einfach in die Jackentasche oder Rucksack und keiner weiß, dass sie sie mit hat. Meine Söhne haben auch so eine Uhr, aber sie ist nie am Handgelenk.
Steffi-82
Weil dann die Schritte nicht gezählt werden, die sich automatisch am Ende des Tages in Coins umwandeln und sie die dann irgendwann in Lerninhalte, Bücher, Ziffernblätter, was auch immer umtauschen kann und die Zeit im Kindergarten mehr als die Hälfte der gelaufenen Schritte am Tag ausmachen, die ihr dann verloren gehen... Desweiteren kann sie mit den gelaufenen Schritten an "Abenteuern" teilnehmen und sich dort Abzeichen verdienen (ebenfalls mit interessanten Lerninhalten passend zum Thema des Abenteuers) und nur wenn sie während einer bestimmten Zeitspanne alle gesammelt hat, nimmt sie am Ende automatisch am Gewinnspiel teil. Sie ist zwar eh ein aktives Kind, aber es spornt zusätzlich noch an, ein Ziel zu erreichen
Neverland
Mal davon ab das ich verwundert bin, das euer Kind alleine zum KiGa darf und alleine nach Hause - ist hier seites der Einrichtungen nicht erlaubt - ist es völlig normal das diese Uhren in KiTas und auch Grundschulen verboten sind. Nicht nur wegen dem telefonieren, auch wegen Aufnahmen usw. Mich verwundert das euch das nicht bewusst war.
Neverland
hier noch etwas "Hintergrund": https://www.datenschutz.rlp.de/themen/smartwatches-in-kita-und-schule
Steffi-82
Ich wollte eine Antwort aus der Rechtsabteilung bezüglich meiner Frage und keine schlauen Ratschläge. Wie selbständig wir unser Kind erziehen, ist unsere Sache. Dennoch werde ich noch was dazu schreiben: Nach Hause dürfen sie auch nicht alleine, aber wie der Hinweg gestaltet wird unterliegt der Entscheidung der Eltern. Wir wohnen auf dem Dorf, durch das aber auch einige "Auswärtige" fahren und sie muss auch Straßen überqueren, deshalb die Uhr. Mit 6 ½ Jahren sollte man schon etwas selbständig sein..., aber sollte im Notfall etwas sein, bin ich innerhalb 2-3 Minuten bei ihr. Ich verstehe eher die Eltern nicht, die ihr Kind mit 6 Jahren noch Tag für Tag mit dem Auto direkt bis vor die Haustür des Kindergartens fahren, obwohl da keine Parkmöglichkeit ist. Eine Abhörfunktion gab es bei diesem Hersteller nie und wird es auch nicht geben, entspricht also absolut dem Gesetz, darauf haben wir geachtet. Ist die Uhr im Schulmodus, können noch nicht einmal die hinterlegten Kontaktpersonen die Uhr anrufen oder eine Nachricht schicken. Dann heißt es direkt: "probiere es später erneut" Und der Angerufene bekommt keine Benachrichtigung darüber, auch nicht wenn der Schulmodus später beendet ist. Wenn dann muss man nach Ende des Schulmodus nochmals aktiv anrufen oder die Nachricht erneut schicken. Das ist nicht wie beim ausgeschalteten Smartphone, dass dann automatisch die eingegangenen Nachrichten bekommt, wenn es wieder eingeschalten wird... Sie kann im Schulmodus - außer die Uhrzeit abzulesen - rein gar nichts mit der Uhr machen
Neverland
Mit dem Leseverständnis hast du es nicht so .... aber gut, das erklärt es dann. Es geht nicht darum was Eltern WOLLEN, sondern darum was sie DÜRFEN. Hier dürfen die Kinder nicht alleine gehen. Nicht einmal ältere Geschwistzer können die abholen. Warum und weshalb der Kindergarten da "recht" hat - egal ob ihr da was unterschrieben habt oder nicht - habe ich ja verlinkt. Ihr werdet in Zukunft sicherlich noch viel "Spaß" haben mit der Einstellung.
KielSprotte
Die Kita hat das Hausrecht und kann die Dinger damit verbieten - Punkt aus.
Dojii
Der Kindergarten hat das Hausrecht und darf alle smarte Uhren gesammelt verbieten, u.a. auch weil man ihnen nicht zumuten muss, jede Uhr einzeln zu prüfen (und vielen Erziehern auch das nötige technische Wissen fehlt, sowas zu beurteilen).
Pastetchenbörlin
Liebe Steffi, wir kommen auch vom Dorf und ich finde es toll, wenn es noch Eltern gibt, die ihre Kinder mit diesen kleinen smarten Hilfsmitteln zur Selbstständigkeit erziehen. Wir hatten die Kita in informiert, dass es diese Uhr gibt, ausgeschaltet im Rucksack, sobald der Weg zurück gelegt war. Mein Kind geht schon in die gleiche Kita in die ich ging, ich ging mit 4 alleine, es ist Kindern scheinbar zuzutrauen. wir benutzen zu Hause die Uhr, in dem wir eine 300m Zone um den Hof eingerichtet haben, wir bekommen sofort eine Benachrichtigung, wenn diese verlassen wird. Du wirst dich in der Schule darauf einstellen müssen, solche Helikoptereltern die andere Eltern belehren gibt es en Masse. Mein Vater und Bruder, beide Grundschullehrer hier, finden diese wesentlich anstrengender und störender als die Eltern, die ihren Kindern ein normales aufwachsen ermöglichen. es gibt viel zu wenig Kinder in Deutschland, aber wehe beide Eltern gehen arbeiten und können das Kind nicht 24/7 rumkutschiere und überwachen und andere Eltern belehren, dann sind es Rabeneltern, über die andere Eltern in Internetforen herfallen. Deren Kinder finden es dann auch völlig normal andere Kinder zu belehren und online im Mob zu erziehen.
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