Frage im Expertenforum Milch und Beikost - Ernährung von Babys und Kleinkindern an Annelie Last:

Mengen Brei sowie Ernährung Baby 7 Monate

Annelie Last

 Annelie Last
Diplom Ökotrophologin
Frage: Mengen Brei sowie Ernährung Baby 7 Monate

Pia1986

Hallo liebes Expertenteam, ich habe eine Frage bzgl. der Ernährung und der Breimengen meiner 7 Monaten alten Tochter. Anders als mein Sohn damals der gleich die ganzen 190g Gläser aufgegessen hat, isst meine Tochter etwas spärlicher. Hier mal der Plan: 6:00-8:00 stillen 9:00-10:00 stillen aber nicht immer nur wenn morgens recht früh (6:00 das letzte mal gestillt würde) 11:00 Mittag (Gemüse-Kartoffel-Fleisch oder Fisch oder vegetarisch) ca. 90-130g 14:00 Getreide Obst Brei ca. 90-130g 16:00 manchmal stillen nur noch selten 17:30 Milch Getreide Brei (den liebt sie sehr) hier isst sie 150g 18:30-19:00 stillen 23:00-24:00 stillen Nachts dann noch 2-3 mal stillen Ca. 50-70 ml Wasser zwischendurch Nach den Brei Mahlzeiten stille ich schon extra nicht mehr damit sie merkt dass es nichts anderes mehr gibt. Bis sie wieder großen Hunger hat vergehen auch schonmal 2-4 Stunden je nachdem wie viel gegessen wurde aber trotzdem isst sie nur kleine Mengen Brei ganz selten mal mehr als 130g außer abends denn Milchbrei liebt sie sehr Sind dir Mengen ok??? Ich möchte demnächst abstillen und habe bedenken ob sie dann noch genug Kalorien bekommt denn gerade macht es mir den Eindruck dass sie sich ihre Kalorien meistens noch nachts durch das viele stillen holt. Zur Zeit nimmt sie noch 50-100g die Woche zu es variiert immer etwas. Haben sie noch Tipps wie ich in Zukunft den essensplan meiner Tochter gestalten kann ohne viel die Flasche geben zu müssen. Vielen Dank Pia


Liebe Pia, es gibt einfach Babys, die die Breimenge nur zögerlich steigern. Da heißt es für Sie als Mama geduldig dran bleiben. Sie machen das super, ohne Druck ohne Zwang. Manchmal macht es von einem Tag zum nächsten „Klick“ und die Portion wird größer. Es gibt auch Babys, die essen nur kleinere Portionen Brei und das reicht Ihnen, wenn Ihr Mädchen aber zwei Stunden nach dem Brei schon wieder Milch verlangt, hat sie sich zuvor am Brei nicht satt gegessen. Satt macht Ihre Kleine noch die Milch, das haben sie richtig erkannt, die Sie tagsüber und auch nachts erhält. Ihre Kleine bekommt zwischen 8 und 11 Mahlzeiten in 24 Stunden das ist zu häufig und zwischen den Mahlzeiten kann sich gar kein richtiger Appetit aufbauen. Die meisten Kinder kommen tagsüber mit 4 bis 6 Mahlzeiten zurecht. Als Orientierungshilfe finden Sie auch auf unserer Homepage unter diesem Link http://www.hipp.de/beikost/ratgeber/ernaehrungsplan/ einen Ernährungsplan. Ein Mahlzeitenabstand von 3 bis 4 Stunden würde ich Ihnen empfehlen, die 16Uhr Mahlzeit können sie ohne schlechtes Gewissen z.B. einfach streichen. Ich vermute einfach Ihre Kleine hat nicht ausreichend Hunger, wenn der Brei angeboten wird. Jedes Kind is(s)t anders. Die Portionsgröße und Angaben auf den Produkten sind natürlich nur Richtwerte. Es gibt auch Kinder die mit weniger zurechtkommen. Es muss kein ganzes Glas sein, auch ein dreiviertel Gläschen könnte vielleicht reichen. Ein halbes Glas (um die 100g) ist aber vermutlich zu wenig. Ziel sollte sein, dass Ihr Mädchen allein mit einer Breiportion satt wird und bis zur nächsten Mahlzeit in etwa 3 bis 4 Stunden satt und zufrieden ist. Derzeit weiß Ihre Kleine, das es wenig später und auch nachts die bequeme, süße, kuschelige Milch von Mama zum Statttrinken gibt, also muss sie sich ja auch nicht mit dem Brei abmühen. Bei der Beikost ist oft der richtige Zeitpunkt entscheidend. Ihre Kleine sollte Hunger und Appetit haben, damit sie mit Freude ans Löffeln geht. Aber sie sollte auch noch nicht hungrig sein, das macht schnell ungeduldig und das Löffeln ist auch noch sehr anstrengend für die Kleinen. Spielen Sie hier ruhig mit den Zeiten. Gern auch nach einem kurzen Päuschen erneut den Brei anbieten. So lernt Ihr Mädchen, dass man sich auch an der festen Kost sattessen kann. Ziel der Beikosteinführung ist ein ausgewogener, abwechslungsreicher Speiseplan in dem alle Lebensmittel Ihren Platz haben. Der Milchanteil der Ernährung soll nach und nach zurückgehen. (Mutter)Milch bleibt weiterhin ein wertvolles Lebensmittel, nur die Menge sollte zurückgehen. Sie werden sehen wenn die Milchmenge etwas zurück geht, wird auch der Appetit auf den Brei automatisch größer. Derzeit ist das Kleine Bäuchlein meist sehr voll mit Milch. Im zweiten Lebenshalbjahr reichen 400 bis 500 ml/g Milch und „Milchhaltiges“ (wie Milchbrei) aus. Wenn Ihr Mädchen derzeit täglich 150g Milchbrei schafft, würden 250 bis 350ml Muttermilch ausreichen, derzeit trinkt sie sicher sehr viel mehr. Herzliche Grüße aus Pfaffenhofen, Annelie Last


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