Sonja_12345
Hallo Birgit, meine Tochter ist 7,5 Monate alt. Sie wird gestillt und bekommt mittags 3-4 Löffel Gemüse-Kartoffel-Brei, den sie bereitwillig isst. Nach besagter Anzahl an Löffeln presst sie die Lippen zusammen und weint. Etwas Wasser biete ich ihr auch aus der Schnabeltasse an. Sitzen kann sie noch nicht. Jetzt zu meiner Frage: Wie bekomme ich sie dazu eine volle Mahlzeit zu essen? Nach den 3-4 Löffelchen ist sie nicht satt und möchte noch gestillt werden. An unserem Essen scheint sie sehr interessiert, aber sitzen kann sie nicht selbständig. Von meinem Eierkuchen hatte sie auch schon ein großes Stück abgebissen (sie hat 2 Zähne unten und 4 Zähne oben wachsen gerade raus)! Wann kann ich mit Gemüse-Fleisch-Brei beginnen? Mein Kinderarzt meinte, dass die Kinder ab 8 Monaten vom Tisch mit essen können. Ist das nicht zu früh? Ich hoffe du kannst mir ein paar Tipps geben! Viele Grüße Sonja_12345
Hallo Sonja_12345 Es ist wunderbar, dass eure Kleine ein paar Löffel Beikost isst und vorerst noch gar nicht mehr möchte. Die kleine Menge ist ein Anfang und wichtig. Denn Beikost ist mehr als das Ersetzen von Mumi. Beikost, d.h. mehr zu essen als nur Milch, ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung. Beikost ist aus vielen Gründen wichtig - nicht nur zum Sattwerden. Es geht auch um das spielerische Entdecken der verschiedenen sensorischen Eigenschaften von Lebensmitteln, das Loslassen von Mama etc. Als Stillmama kannst du die Beikost ganz gelassen angehen. Beikost kannst du wörtlich nehmen und zusätzlich zum Stillen mit deinem Baby das Abenteuer Beikost spielerisch beginnen. Bei der Beikost (von gestillten Babys) geht es nicht nur darum Brei zu geben, um Nährstoffe und Kalorien zuzuführen, sondern es geht viel mehr auch darum, neue Geschmackseindrücke, Esstechniken, Rituale, Konsistenzen und Nahrung i.A. kennen zu lernen, damit sich der Organismus langsam umstellen und umgewöhnen kann. Ziel ist es, deinem Baby zusätzlich zum Stillen neue Esseindrücke zu geben. Das angebotene Essen sollte ganz einfach sein: weich gegart und salzfrei. Gehe langsam und behutsam vor. Mit etw 10 Lm (+/-) könnt ihr mit Familienkost schliesslich richtig durchstarten. Beim Stillen hast du keine Kontrolle darüber, wie energiereich eine Stillmahlzeit ist. Appetit und Hunger variieren und unterliegen mitunter größeren Schwankungen. Gut und wichtig ist bei nach Bedarf gestillten Babys vor allem das Anbieten von Beikost, Fingerfood und Familienkost. Und das Interesse an fester Kost, sowie an Familienkost hat deine Kleine, wie du schreibst, auf jeden Fall. Es ist im Prinzip also alles in Ordnung. Um mehr zu essen, fehlt vermutlich schlicht der Hunger und die Gewohnheit. Stillen ist viel einfacher und schneller zum Ziel führend als mit Brei gefüttert zu werden. Welche Art von Brei gibst du deiner Kleinen denn? Hast du genügend Öl darin? Denn erst das Öl und die Kartofeln machen den Brei kalorienreich genug, um davon satt werden zu können. Und erst dadurch, dass der Brei satt uund damit zufrieden macht, wird er attraktiv und lohnenswert - aus Sicht deines Babys. Wenn deine Tochter gut gedeiht, sich gut entwickelt, der KiA zufrieden ist, bräuchtest du vorerst noch gar nicht all zu viel zu verändern. Wichtig ist und bleibt, dass deine Tochter ausreichend Gelegenheiten erhält, um Beikost und Brei kennen zu lernen. Die angebotenen Speisen sollten immer sehr weich und basically sein, d.h. auf Zusätze wie Salz oder Zucker etc sollte bis zum ca 10. Lm verzichtet werden. Die Kost sollte auch immer so aufbereitet sein, dass sie ein Baby ohne "Gefahr" essen kann. Probiere ruhig einmal aus, wie deine Kleine mit Fingerfood umgeht. Sie sollte dabei auf deinem Schoß sitzend die Möglichkeit bekommen, mit dir zusammen neue Wege der Nahrungszufuhr zu beschreiten: Schneide einmal aus rohen Gemüsesorten (bspw Möhre, Pastinake, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffel, Kartoffeln, auch: Brokkoliröschen, Blumenkohlröschen) oder Obstsorten Apfel oder Birne, Pfirsich (jeweils geschält) in fingerdicke ca 8-10cm lange Stücke. Gare sie (dampfgaren oder in wenig Wasser dünsten) ohne Zusätze (!) sehr weich. Fertig ist das Fingerfood. Auf diese spielerische und zwanglose Weise kann sich eure Tochter langsam an das Familienessen gewöhnen. Nachmittags kannst du Obst anbieten, das ihr wie oben beschrieben,zusammen essen könntet. Es ist auch gut, wenn du jetzt noch einen weiteren Typus Brei in den Tagesplan intergrierst. Biete die Beikost rhythmisch in euer Tagesgeschehen ein und biete eine stete Basis als Brei an. Babys lieben es, immer das gleiche zu essen - weil sie sich daran gewöhnen. Neues wird meist erst nur in kleinen Mengen akzeptiert. Zusätzlich zum Brei kannst du deshalb weiches, einfaches Fingerfood anbieten. Wenn deine Kleine damit gut umgehen kann - dann hast du den ersten Schritt zur Familienkost geschafft und mit dem Eierkuchen hat es schliesslich schon gut funktioniert, wie du schreibst. Also dann Grüße B.Neumann
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