Blume878
Hallo, ich habe zwei Fragen zum Thema Beikost. Mein Sohn (7Monate) bekommt seit über einem Monat den Mittagsbrei. Wir haben verschiedene Varianten mit Gemüse und Fleisch/Fisch ausprobiert, die ihm alle offensichtlich geschmeckt haben. Es ist aber so, dass er das Öl im Brei nicht so gerne mag. Ich kann ihm bei selbstgekochtem Brei einen Teelöffel "untemogeln", aber mehr lehnt er ab. Muss unbedingt mehr Öl in den Brei? Wir haben jetzt gerade auch den Abendbrei eingeführt. Nach Empfehlung des Kinderarztes einen Halbmilchbrei mit etwas Obstmus. Er isst ihn ganz gut, aber er will vor dem Schlafen gehen unbedingt noch gestillt werden. Vorher ist leider keine Ruhe. Grundsätzlich macht er mir im Momen ja nichts aus, aber ich frage mich ob es mit dem Milch-Abendbrei und der Muttermilch einfach zu viel an Eiweiß und Kalorien ist. Soll ich ihm lieber einen Brei mit Wasser oder Fencheltee anrühren? Vielen herzlichen Dank im Voraus.
Hallo Blume878 es ist völlig okay, wenn du deinem Stillbaby weniger Öl in den Brei mischst. Und es ist auch ebenso völlig okay, wenn du dein Baby abends noch stillst. Du kannst den Halbmilchbrei weiterhin geben oder die Kuhmilch komplett weg lassen und stattdessen stillen. Dein Baby isst nur so viel, wie er zum Wachsen und Gedeihen benötigt. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Beim Stillen hast du ohnehin keinen Überblick über die aufgenommene Kalorienmenge. Beim Stillen kann sich dein Baby bestens versorgen. Dass er im Mittagsbrei weniger Öl haben möchte - das hat er dir bereits "gezeigt". :) Als Stillmama kannst du die Beikost ganz gelassen angehen. Beikost kannst du wörtlich nehmen und zusätzlich zum Stillen mit deinem Baby das Abenteuer Beikost spielerisch gestalten. Bei der Beikost (von gestillten Babys) geht es nicht nur darum Brei zu geben, um Nährstoffe und Kalorien zuzuführen, sondern es geht viel mehr auch darum, neue Geschmackseindrücke, Esstechniken, Rituale, Konsistenzen und Nahrung i.A. kennen zu lernen, damit sich der Organismus langsam umstellen und umgewöhnen kann. Ziel ist es, deinem Baby zusätzlich zum Stillen neue Esseindrücke zu geben. Der individuelle Weg zur Beikost, d.h. zu einer erweiterten Kostpalette kann bei jedem Baby anders verlaufen. Gut und wichtig ist bei nach Bedarf gestillten Babys zunächst vor allem das Anbieten von Beikost, Fingerfood und ggf erster Familienkost. Was das Baby damit anstellt, kann sehr verschieden sein. Mit Beginn des 7. Lm sind die meisten Babys soweit, und wollen gerne Beikost. Manche Babys kommen schnell mit dem Löffeln zurecht, manche brauchen dafür etwas mehr Zeit - andere Babys - inzwischen immer mehr - wollen lieber alleine essen. - sie wollen keinen Löffel und sie möchten keinen Brei. Wobei die Kleinen bei dieser Art Beikost nicht wirklich essen, sondern die angebotene Nahrung eher spielerisch erkunden. Der Sättigungsaspekt ist dabei unerheblich. Beikost, d.h. mehr zu essen als nur Milch. Sie ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung. Beikost ist aus vielen Gründen wichtig - nicht nur zum Sattwerden. Es geht auch um das spielerische Entdecken der verschiedenen sensorischen Eigenschaften von Lebensmitteln, das Loslassen von Mama etc., die neue Esstechnik u.v.m. Also dann, mach einfach weiter so wie bisher und höre auch auf die Signale deines Babys, dann passt das. Grüße B.Neumann
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