Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

beikost

Frage: beikost

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hallo, meine kleine wird am 12. august 6 monate. vor 2 wochen hatte ich mit möhrenbrei angefangen. sie war auch ganz verrückt danach, allerdings ganz schön beim stuhlgang gemeckert. bei möhre-kartoffel-brei und gemüseallerlei das gleiche. seit 2 tagen stille ich sie wieder voll, also keine beikost. sie ist wieder ruhiger und meckert auch nicht mehr so beim stuhlgang. was kann ich ihr noch geben? gibt es eigentlich babygläser mit nudeln oder so für das alter? wenn ich mir was koche oder beim abendbrot wird sie ganz verrückt und macht den mund auf wenn man ihr was hin hält. was darf sie schon essen? was darf sie von "unserem essen" in die hand bekommen? vielen dank


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo kim1110 wenn dein Baby mit dem Verdauen neuer Speisen noch etwas Probleme hat, solltest du weiterhin vorsichtig und behutsam mit der Beikost vorgehen. Nudeln wären dann noch erst weniger gut geeignet. Manche Babies haben es sehr eilig, Leckerbissen von den anderen Familienmitgliedern zu bekommen. Das Baby darf ruhig neugierig sein und um Speisen bitten. Es sollte sie auch bekommen. Da freut sich das Baby. Nur allzu üppig sollte der Speiseplan noch nicht werden. Besser nur Basics geben. Ungewürzte kleine Häppchen, wie Kartoffel, Gemüse (ohne Salz o.ä.), Brot, Reis etcetc. Du kannst das Essen grob mit einer Gabel zerdrücken oder durch die Kartoffelpresse drücken. Oder eine Nudel in die Hand drücken. Oft reicht das schon aus. Zum Sattessen gibt es den Brei. Zum Kennenlernen neuer Geschmackseindrücke ist diese einzige Nudel oder Erbse schonmal ausreichend und führt ganz zaghaft an die Familienkost heran. Oder du kannst mal versuchen, ob deine Baby mit einer Reiswaffel (ohne Salz bzw Sesamzusatz) zufrieden ist. Oft reicht auch eine einzige Nudel, die das Baby begutachten und kosten kann. Mehr als um Essabsichten geht es hierbei nämlich um die schlichte Neugier, Neues erkunden zu wollen. Das wird in dieser Altersstufe besonders intensiv mit dem Mund gemacht. Die Verlockung ist manchmal groß, den Kleinen was gewöhnliches (Fruchtzwerg etc) zum Essen anzubieten. Dennoch rate ich eher zur Vorsicht. Babies und Kleinkinder haben ein sehr sensibles Geschmacksempfinden. Sie sollten Lebensmittel am besten erst pur kennenlernen. Sonst kann es passieren, dass es künftig die eher faderen Breie nicht mehr essen mag. Ab dem 10. Lm ist die Familienkost, die nun anstelle der üblichen Breimahlzeiten Einzug hält, dann besonders wertvoll, weil das Baby noch neugierig ist. Es muss keine üppigen Portionen von Neuem essen, sondern es einfach als "Spielerei" und sich an den üblichen Breien sattessen. So kann dein Kind die unterschiedlichen Geschmäcker und Konsistenzen unterschiedlicher Nahrungsmittel kennenlernen. Dass es möglichst wenig gesalzen sein sollte, liegt daran, dass sich dein Baby sonst an den Geschmack gewöhnt und die Babybreie dann nicht mehr so gerne essen mag. Deswegen vor dem 10. Lm unbedingt mit ganz einfachen Dingen beginnen. Am besten beim Kochen schon drandenken und etwas parat haben, wenn das Baby am Tisch sitzt und nach etwas verlangt. Grüsse B.Neumann


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