Frage im Expertenforum Kochen für Kinder an Dipl. oec. troph. Birgit Neumann:

Beikost- extrem unsicher

Frage: Beikost- extrem unsicher

Sarahm70

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Guten Tag, ich habe schon mehfach zum Thema Beikost gepostet, ich bin da immer noch unsicher bzw. es kommen immer wieder neue Fragen auf. Meine Tochter ist 6,5 Monate alt. Bisher habe ich voll gestillt, das war so einfach. Und zwar: 1. Gefrorene Beikost (wie auch Gläschen): Wird das nur leicht erwärmt oder sollte es nochmal richtig aufgekocht oder sehr heiss gemacht werden? Ich habe von Nuk so einen Babykostwärmer. Kann man die Gläschen (Fleisch-Gemüse) notfalls auch mal kalt füttern? 2. Wie mache ich jetzt weiter? Und zwar habe ich jetzt vor 3 Wochen Mittags Brei eingeführt (erste Woche Pastinake, zweite Woche mit Süßkartoffel dazu und jetzt seit drei Tagen mit Lammhackfleisch mit drin). Sie ist nur einige Löffrel und möchte dann nicht mehr. Ich höre dann auf und stille sie zum Sattwerden. Sie isst vielleicht 70 Gramm wenns hochkommt. --> Wenn ich jetzt normale Kartoffel enführen möchte, wie mache ich das? Gleichzeitg Kürbis und normale Kartoffel einführen ist nicht so gut oder? 3. Soll ich jetzt schon bald trotzdem eine zweite Mahlzeit einführen?? Ich würde dann gerne abends Milchbrei geben, weil sie nachts so oft aufwacht und ich hoffe, dass sie dann vielleicht besser schläft. Wäre das ok? Zb. dieser Gute Nacht-Brei Zwieback Banane von HIPP? 4. Ab wann soll/ muss ich zusätzlich Wasser anbieten? 5. Ab wann können sie stückigen Brei essen? Wegen Verschlucken? 6. Kann man notfalls auch normales vom Tisch vorkauen? Vielen Dank!! LG


Birgit Neumann

Birgit Neumann

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Hallo Sarahm70 als Stillmama kannst du die Beikost ganz gemütlich sehen und brauchst dir keinen Stress zu machen. Sieh die Beikost wörtlich und biete deinem Baby Breie und ggf erstes Fingerfood an. Ganz spielerisch und ohne Zwang. Orientiere dich immer an den Bedürfnissen deines Babys. Dadurch könnt ihr die Beikost als Bereicherung zum Stillalltag erleben. Dein Baby kann die Welt so auch kulinarisch entdecken und wörtlich genommen aus einem anderen Blickwinkel erfahren. Du kannst dein Baby jetzt weiterhin einfach nach Bedarf stillen und einmal, wenn gewollt auch schon zweimal am Tag, einen Brei füttern. Die Essmenge ist dabei vorerst noch egal. Was zählt ist der Kontakt mit Nahrung. Die Essmenge darf dein Baby bestimmen. Und 70g Brei sind für den Anfang schon ganz okay. Wenn du mit einer Breimahlzeit eine Stillmahlzeit ersetzen möchtest, dann befrage dazu einmal Biggi Welter. Vielleicht hat deine Kleine mehr Spaß an Fingerfood? Kann sie denn schon selbständig im Hochstuhl sitzen? Ich gehe deine Fragen einmal chronologisch durch: 1. den gefrorenen Brei (im Gläschen oder Gefäß, TK-Beutel,..) aus dem TK am besten direkt ins heiße Wasserbad geben. Umrühren und erwärmen. Öl zugeben. Umrühren und füttern. Der Brei sollte etwa Körpertemperatur haben. Nicht erwärmten Brei kannst du theoretisch füttern - wenn es deinem Baby schmeckt. Gerade zu Beginn der Beikost und beim Mittagsbrei ist es allerdings hilfreich, wenn der Brei warm serviert wird. 2. du kannst im Brei, den du momentan gibst, die Süßkartoffel durch Kartoffel ersetzen. Oder die Pastinake durch Kürbis. Danach kannst du Kürbis und Kartoffel mischen. 3. wenn du magst und dein Baby auch, könntest du auch abends einen weiteren Brei geben. 4. Wasser kannst du anbieten, wenn dein Baby bspw vermehrt Familienkost, Brot und im 2. Lj schließlich zunehmend salzhaltige Speisen isst. Solange du noch ausreichend, d.h, nach Bedarf stillst, brauchst du keine weitere Flüssigkeit zu geben. 5. Stückiger, grober Brei kann ab etwa dem 8. Lm gegeben werden. Wie gut deine Tochter den Brei annimmt, musst du beobachten. 6. Vorkauen sollte man wegen der Zahngesundheit nichts. Du kannst die Kartoffelpresse verwenden, einen Pürierstab oder einen Zerkleinerer, du kannst das Essen fein schneiden oder zerdrücken. Lies auch einmal dieses Posting: http://www.rund-ums-baby.de/kochen-fuer-kinder/beitrag.htm?id=44161&suche=weaning&seite=1 Hier erfährst du noch ein paar praktische Tipps zur Beikost bei Stillbabys. Also dann Grüße Birgit Neumann


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