Familiärer Stress in der Schwangerschaft/ Krankenhausbesuche

M. Sc. Martina Höfel Frage an M. Sc. Martina Höfel Master of Science in Midwifery, Hebamme im DHV - Deutscher HebammenVerband e.V.

Frage: Familiärer Stress in der Schwangerschaft/ Krankenhausbesuche

Liebe Frau Höfel, ich bin gerade etwas unsicher und dachte, ich frag einfach mal um Rat. Ich habe momentan ziemlichen familiären Stress. Mein Vater kam letzte Woche mit einem leichten Schlaganfall (TIA) ins Krankenhaus. Soweit war das alles nicht so schlimm, da die Ärzte meinten, er habe nichts zurückbehalten und würde nur ein paar Tage zur Beobachtung bleiben müssen. Nun hat sich leider alles etwas anders entwickelt. Er ist sehr verwirrt, verhält sich teilweise wie ein kleines Kind und vergisst alles. Vor 2 Tagen musste er in ein größeres KH verlegt werden, mitten in der Nacht. Gestern war ich bei ihm und sehr erschrocken über seinen Zustand, er ist gar nicht er selbst. Abends war es dann so schlimm, das meine Mutter einen Anruf bekam, weil er randalierte, sich die Kanüle gezogen hat und nach hause wolle. Heute nun soll er schon wieder verlegt werden und zwar auf eine geschlossene psychatrische Ambulanz in einem anderen KH, weil er ständig abhaut und nach hause will. Er muss aber weiterhin versorgt werden und stellt momentan eine Gefahr für sich selber da. Eigentlich bin ich immer relativ tough und positiv eingestellt, aber das geht mir schon alles sehr nah. Ich bin aktuell in der 23 SSW und bin mir nicht sicher, ob ich vielleicht besser daran täte, mich momentan da etwas rauszuziehen und erstmal nicht mehr ins Krankenhaus zu gehen. Soweit geht es mir körperlich gut, aber wie kann sich dieser ganze Psychostress auf mein Kind auswirken? Alle sagen mir, ich soll aufpassen und behandeln mich in dieser Situation wie ein rohes Ei. Muss ich wirklich so vorsichtig sein? Vielen Dank und viele Grüße

von rosazora am 29.07.2014, 13:58



Antwort auf: Familiärer Stress in der Schwangerschaft/ Krankenhausbesuche

Liebe rosazora, der Stress ist da und Ihr Kind bekommt ihn mit. Das ist so, heißt aber nicht, dass Ihr KInd davon Schäden (emotionaler Art) bekommt. Viel wichtiger ist, dass Sie darauf achten, dass Sie trotz allem essen und vor allem trinken. Zur Situation: wie wollen Sie sich rausziehen? Nicht mehr in die Klinik gehen? Die Frage ist doch, geht es Ihnen damit besser? Wie reagiert Ihr Vater auf Sie? Wird er ruhiger, wenn Sie da sind? Dann sollten Sie gehen. Wird er sehr unruhig und vielleicht gar handgreiflich (nicht falsch verstehen - aber vielleicht klammert er sich fest oder ähnliches?). Dann sollten Sie überlegen, ob ein Besuch das Richtige ist. Liebe GRüße Martina Höfel

von Martina Höfel am 29.07.2014



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