Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Wie erkläre ich einem 3jährigen, daß die geliebte Tante tot ist??

Frage: Wie erkläre ich einem 3jährigen, daß die geliebte Tante tot ist??

Mitglied inaktiv

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Leider werden wir meine geliebte Tante (37) in wenigen Tagne verlieren (sie hat Krebs im Endstadium, die Ärzte sagen noch höchs. 3 Tage), für die ganze Familie ist es eine sehr schwere Zeit, nun muß ich mir leider Gedanken darüber machen, wie ich es meinem Sohn (3) beibringen werde. Er hängt sehr an ihr und liebt sie wirklich. Was sage ich ihm bloß wo seine Tante ist und warum sie nichtmehr kommt????? Danke


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Hallo Nadine Erklären Sie Ihrem Sohn kurz und sachlich, dass seine Tante sehr, sehr krank war und dass sie von ihren Schmerzen befreit wurde, indem sie gestorben ist. Damit man immer an sie denkt, hat man sie in ein Grab gelegt oder in einer Urne beigesetzt, zu dem/der man immer gehen kann um mit ihr zu sprechen und um ihr auch mal ein paar Blumen zu bringen oder eine Kerze aufzustellen. Letzteres sollten Sie ihm nur sagen, wenn er an der Beerdigung teilnimmt oder wenn er danach fragt. Auch kann man ihm das Weinen der Angehörigen erklären, indem man darauf hinweist, dass man eigentlich immer weint, wenn man traurig ist. Gehören Sie einem Glauben an und möchten Sie Diesen Ihrem Sohn ebenfalls nahe bringen, sollten Sie die Erklärung entsprechend in kurzen, knappen Sätzen erweitern und die Fragen Ihres Sohnes abwarten. Alles Gute und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Liebe Nadine, es tut mir auch für dich sehr leid, dass deine Tante sterben wird. Mein Bruder ist vor einem Jahr gestorben, da war meine Tochter gerade drei. Ich hatte auch das Problem, wie ich es ihr sage. Ich habe ihr gesagt, dass er jetzt gestorben ist, dass er seinen Körper nicht mehr brauchte, weil er jetzt woanders ist (im Himmel), wo er den Körper nicht mehr braucht. Den Körper braucht er nicht, sowie einen zu kleinen Pullover, den man nicht mehr braucht. Deshalb hat er ihn hier zurückgelassen. Ich habe dieses Bild mit dem Himmel zu Hilfe genommen, weil ich finde, das können die Kleinen sich am Besten vorstellen und ich kann es bei Nachfragen am Besten erklären. Ich glaube, es ist ganz gut danach nur auf Nachfragen zu reagieren und sie nicht mit Informationen zu überschütten, die sie vielleicht gar nicht wissen wollen. Meine Schwägerin hatte sich mit einer Kinderpsychologin, die auf solche Fälle spezialisiert ist, beraten, um zu wissen, wie sie es Ihrer Tochter (8 Jahre) sagen soll. In dem Fall hatte sie geraten nicht mit "Der Papa ist gestorben ... " anzufangen, sondern in kleinen Häppchen, aber schon am Stück so im Sinne von "Der Papa ist krank, das hast du doch auch bemerkt und das war eine ganz andere Krankheit als du oder ich sie manchmal haben, wie Husten oder Schnupfen. Es tat ihm manchmal auch weh ... " bis du dann schließlich sagst, dass er tot ist. Bei meiner kleinen Tochter habe ich das aber nicht so gemacht, sondern sehr viel kürzer. Ich mußte dann leider auch sofort weinen. Als sie fragte, warum ich weine, habe ich ihr gesagt, dass ich traurig bin, dass ich jetzt nicht mehr mit ihm reden und spielen kann. Ich dachte, darunter kann sie sich etwas vorstellen. Schmerzhaft war für mich, wenn sie ziemlich locker von ihm sprach oder fragte: "Fliegt er jetzt wie ein Vogel im Himmel?" oder "Ich möchte auch mal jemanden sehen, der tot ist" oder so. Ich hab aber ihre Fragen dann entsprechend locker beantwortet. Wichtig ist wohl, dass du nicht erzählst, deine Tante wäre friedlich eingeschlafen, oder im Schlaf gestorben. Es könnte dazu führen, dass dein Sohn Angst vor dem Einschlafen hat und befürchtet dann zu sterben. Dem Sohn (3 1/2) meiner Freundin hat das Buch "Hat Opa einen schwarzen Anzug an?" sehr geholfen, als sein geliebter Opa gestorben ist. Mich hat es aber nicht so angesprochen. Ich hoffe ich habe mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und wünsche dir viel Kraft in dieser schweren Zeit. Stelemi


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