Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Fremdeln/Ängstlichkeit

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Frage: Fremdeln/Ängstlichkeit

Mitglied inaktiv

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Hallo Frau Schuster, vielleicht haben Sie ein paar Tips und Ratschläge, wie ich mit dem Fremdeln, der Ängstlichkeit und auch Schüchternheit meines Sohnes umgehen kann. Mein Sohn ist jetzt 20 Monate alt. Er ist ein ganz lieber, der natürlich auch seine Grenzen ausprobiert, aber meistens ist er gut drauf, fröhlich und nörgelt wenig. Wenn was nicht so ist, wie er will und einen Wut-/Trotzanfall bekommt, muß man meistens nur zu ihm sagen, "Komm mal her, Mama erklärt dir mal was" . Dann kommt er, läßt sich die Sachen erklären und wenn man ihm dann ein anderes Spiel/Abwechselung anbietet, nimmt er dies auch an und der Trotzanfall ist beendet. Worüber ich mir aber Gedanken mache, ist sein extremes Fremdeln seit ca. 2 Monaten. Sobald eine für ihn fremde Person in unserer Wohnung ist, oder auf dem Spielplatz nicht viele Leute, sondern nur mal ein Erwachsener ist, den er nicht kennt, reagiert er sehr ängstlich. Er weigert sich dann zum Beispiel zu Hause das Wohnzimmer zu betreten oder ist auch nicht bereit, auf den Spielplatz zu gehen, obwohl er vorher dort hin wollte. Er reagiert also sehr ängstlich und sucht dann auch bei mir oder bei seinem Papa Schutz. Diese Ängstlichkeit und auch Schüchternheit merkt man auch an anderen Stellen. Wenn ihm ein anderes Kind seine Spielsachen wegnimmt, mault er zwar, er geht aber nie zu dem anderen Kind hin und holt sich seine Sachen zurück. Wir gehen einmal die Woche turnen und auch dort braucht er meistens eine halbe Stunde, bis er sich an die anderen Kinder gewöhnt hat. Mein Eindruck ist auch, daß er ein bißchen eigenbrötlerisch ist, er spielt meistens alleine und Abseits der anderen Kinder. Dies ist auch in der Kinderkrippe so, in die er seitdem er 4 Monate ist, geht. Dort ist er zwar im selben Zimmer wie die anderen Kinder, sucht sich aber meistens eine Ecke, in der er alleine spielen kann. Vielleicht können Sie mir ja sagen, wie ich damit umgehen soll oder ob ich dem ganzen gar nicht so viel Bedeutung zumessen soll. Vielen Dank Ulla und Lucas


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Hallo Ulla Nicht Jeder sprüht gleich über vor Temperament! Gönnen Sie Ihrem Sohn die Zeit, die er benötigt, um überlegt auf andere Personen zuzugehen. Die Spontaneität wird dann von selbst hinzukommen, wenn Lucas sich aktiv mit dem Situations-bedingeten Umfeld auseinandergesetzt hat. Helfen Sie ihm bei dieser Auseinandersetzung, indem er voller Vertrauen Ihre Hand fassen kann um gemeinsam mit Ihnen auf den Spielplatz, ins Wohnzimmer, zu anderen Personen usw. zu gehen. Erklären Sie ihm mit Worten, wie er sein Spielzeug zurück bekommen kann oder ob die entsprechende Person Vertrauens-würdig ist. Fordern Sie ihn so liebevoll zum eigenständigen Handeln auf. Irgendwann wird er "vergessen" Ihre Hand zu nehmen.- Warten Sie diesen Zeitpunkt gelassen ab und geben Sie ihm bis dahin die Hilfe, die er sich durch Ihre unmittelbare Anwesenheit wünscht. Alles Gute und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Hallo Ulla, gerade war in der neuesten ELTERN-Ausgabe ein sehr guter Artikel zum Thema "Mein Kind ist ein Eigenbrötler". Dort hieß es, kleine Kinder die FREIWILLIG eigenbröteln (also nicht von anderen ausgeschlossen werden oder so), sind nicht nur gesunde und völlig normale, sondern meist auch besonders kluge und begabte Kinder. Sie wollen die Welt einfach in Ruhe erfahren und sich am liebsten ganz ungestört auf die Dinge konzentrieren. Was die Schüchternheit angeht, so ist das eben im Augenblick die Persönlichkeit von Lucas, und er ist völlig okay, so wie er ist. In Wirklichkeit stört es ja nicht das Kind, sondern uns Erwachsene, wenn sich unser Nachwuchs nicht "normgerecht" verhält und nicht so, wie wir uns sein Verhalten wünschen. Nimm Deinen Sohn einfach so, wie er ist und nimm ihn in Schutz, wenn die liebe Verwandtschaft sich über seine Schüchternheit wundert. Leider ist "schüchtern" in unserer ach so offenen und kontaktfreudigen Gesellschaft negativ besetzt, obwohl es doch eigentlich nichts Schlechtes ist, wenn kleine Menschen erstmal schauen und beobachten möchten, bevor sie am Geschehen teilnehmen. Ich selbst war übrigens als Kind sowohl etwas eigenbrötlerisch als auch sehr schüchtern. Trotzdem bin ich heute selbstbewusst und kontaktfreudig (bin Journalistin), es kann also so schlecht nicht gewesen sein. Gib Deinem Sohn einfach die Zeit, die er braucht, bevor er mit anderen warm wird. Er hat ein Recht darauf zu spüren, dass man ihn klasse findet, genau so, wie er ist. Liebe Grüße, Bea


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