Mitglied inaktiv
Lieber Dr Costa, ich habe während der Schwangerschaft (mein Sohn ist inzwischen 10 Wochen alt) regelmäßig hier mitgelesen, ich hoffe, Sie können mir mit einer Frage helfen. In der jetztigen Eltern-Zeitschrift steht zu einer Frage zum Alkoholkonsum in der Schwangerschaft, "Studien zeigen, dass bereits Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft nur ein Glas Wein oder Bier pro Woche getrunken haben später Probleme bekommen können". Die Zeitschrift vertritt die Meinung, dass man komplett verzichten sollte. Ich habe während der Schwangerschaft gelegentlich ein kleines Glas Wein oder Bier getrunken, nachdem ich mich ausgiebig informiert habe. Ich habe verstanden, dass obwohl alle Studien darauf hinweisen, dass Kinder von Müttern die regelmäßig viel trinken dadurch geschadet wurden, keine Studie eine Verbindung zwischen gelegentlichen Trinken während der Schwangerschaft und spätere Probleme bei Kindern feststellen konnte. Was stimmt jetzt? Gibt es tatsächlich eine Studie, die beweist, dass Kinder von Müttern, die besagte ein Glas Wein oder Bier während der SS getrunken haben, häufiger Probleme haben? Oder ist der Rat zum ganzlichen Verzicht eher eine Vorsichtsmaßnahme als ein begründeter Rat? Vielen Dank im voraus Untamed
Der totale Verzicht ist durch nichts begründet. Ich liebe die Aussage "im Verzicht liegt der Genuß !" Das sagen Leute, die sich ab und zu gerne auspeitschen lassen... Zur Zeit greift der Verzicht-Terror um sich - die Medien vermitteln uns den Eindruck, dass alles, was unter "Genuß" läuft, schädlich ist. In Ermangelung besserer Themen greifen auch Politiker, seriösere Fernsehsender und Zeitungen nach diesen Themen. Es liegt aber an uns, das Vernünftige zu suchen und zu finden - beim Essen, Trinken, Autofahren, sogar beim Atmen, etc. Beim Alkohol ist es bewiesen - gelegentlich ein Glas Bier oder Wein schadet niemandem, auch einer Schwangeren nicht. Das eigentliche Problem ist die Sucht, das regelmäßige, tägliche Trinken und das ist tatsächlich für viele von uns eine Gefahr, weil wir nicht merken, dass es mehr wird. Unsere Kinder gucken sich das bei uns ab und, je nach Veranlagung fällt es ihnen schwer, Halt ! zu sagen. Wenn wir ein Problembewußtsein zu entwickeln imstande sind, wenn wir also merken, wann es zu viel wird, sind wir einen gewaltigen Schritt weiter und haben die Chance, das Maß zu finden. Entschuldigen Sie bitte, wenn es zu philosophisch wird - aber ich habe den Eindruck, dass Sie nach meiner Meinung gefragt haben...
Mitglied inaktiv
...wollte tatsächlich Ihre Meinung hören. Ich hatte schon den Verdacht, dass diese Angst vor einem Tropfen Alkohol durch nichts begrundet ist. Jetzt werde ich wohl einen Brief an die Eltern-Zeitschrift formulieren, denn solche Angst-Taktik finde ich nicht in Ordnung - führt entweder zu unnötigen schlechtem Gewissen bei der Mutter, oder (in meinem Fall) einer Zuschärfung des Medien-Zynismus... Danke und ein schönes WE noch, Untamed
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