ChristinaMaria
Guten Tag Herr Prof. Dr. Radke, bei unserem Sohn (28Wochen, noch voll gestillt) sind uns in der 7. Lebenswoche nach der ersten Rota Schluckimpfung hellrote Blutschlieren im Stuhl aufgefallen. Zudem ist der Stuhl seitdem sehr flüssig, mal schleimig, mal schaumig. Da die Blutmengen seit der 7. Lebenswoche so gering sind und unser Sohn zu keinem Zeitpunkt an Gewicht verloren hat riet uns der behandelnde Gastroenterloge zu einer strikten kuhmilch- und sojafreien Ernährung. Mit Einführung von Beikost sollte sich das Problem von allein lösen. Ich ernähre mich seit 4 Monaten milch- uns sojafrei wodurch die Zahl der Blutbeimengungen gesunken, jedoch nie komplett verschwunden ist. Seite 1,5 Wochen haben wir mit der Einführung von Beikost begonnen (bis jetzt ausschließlich Gemüsebrei ohne Kartoffeln), wobei er an guten Tagen max. 4 Babylöffel davon isst. Meist verweigert er noch komplett. Diese geringen Mengen haben aber dazu geführt, dass sein Stuhl an manchen Tagen 1-2mal täglich etwas fester ist (er hat dann in etwa die Konsistenz von Karottenbrei). Das Problem ist dann jedoch, dass ich Blut darin finde. Zwar ist es immer noch wenig, aber deutlich mehr als jemals zuvor. Deshalb habe ich folgende Fragen: 1) Kommt so etwas öfters vor, weil sich der Darm erst daran gewöhnen muss und ist deshalb vorerst bedenkenlos? 2) Sollten wir bereits zum nächsten Schritt gehen und über eine Darmspiegelung nachdenken? Besten Dank für Ihre Zeit! Viele Grüße, Christina
1: Nein, mit Gewöhnung hat das nichts zu tun, die Ursache muß geklärt werden. 2: Das wäre in der Endkonsequenz nötig. Ich empfehle vorab einen Stuhltest auf Blut und die Bestimmung des Calprotectins im Stuhl durch den Kindergastroenterologen. Wenn die Werte erhöht sind, sollte man endoskopieren.Dazu reicht es wahrscheinlich, den Enddarm durch einen Einlauf zu reinigen und nur den letzten Teil des Dickdarms bzw. den Mastdarm einzusehen. Man kann Gewebe entnehmen und es untersuchen lassen.
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