Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Zu schüchtern?/ Loslösung 2,8 Jahre alter Junge

Frage: Zu schüchtern?/ Loslösung 2,8 Jahre alter Junge

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Guten Tag! Entschuldigung, dass ich noch eine 2.Frage stelle. Diese stelle ich im Namen meiner Freundin, die Rat benötigt. Der 2,8 Jahre alte Junge ist sehr schüchtern und zurückhaltend. Er weicht keinen Schritt von seiner Mutter, hängt z.B. wenn sie bei uns zu Besuch sind oder wir dort (2 Kinder/ 4 und 2 J.) nur auf ihrem Schoß oder steht neben ihr. Obwohl wir uns über ein Jahr kennen! Er braucht über eine Stunde bis er überhaupt beginnt zu reden oder zu lachen (...), will oft erst gar nicht aus dem Auto und spielt auch nicht mit andren - ihm bekannten!- Kindern. Geht er dann doch mal ins Kinderzimmer, muss die Mutter mit. Im September soll er in den Kiga, aber man kann ihn ja nicht zwingen!? Bin selbst Erzieherin und habe ehrlich gesagt noch nie so einen Fall erlebt und kenne dies auch von meinen Kindern überhaupt nicht! Vater ist tagsüber nicht da, Wochenende kümmert er sich. Ist alles noch "normal"? Haben Sie einen Rat? Lieben Dank!!! MfG Tanja


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Tanja, wie Sie wissen, antworte ich ungern "dritten Personen". Vielleicht wollen die eigentlichen Eltern ja gar nicht, daß ihre Sache hier im Forum von mir besprochen wird. Die Anonymität ist allerdings ein gewisser -auch juristisch anerkannter- Schutz. Ob man im von Ihnen geschilderten Fall schon von extremer Schüchternheit sprechen kann, weiß ich nicht, der Junge ist ja noch nicht einmal 3 Jahre alt. So wie Sie die Sachlage darstellen, fehlt der Vater weitgehend in der Familie, was die Loslösung der Kinder aus der Mutterbindung erschwert. Das könnte die Ursache für das scheue Verhalten des Jungen sein. Der Ki-ga wird ihm dann helfen, wenn er mit sanfter Ablösung aufgenommen wird und er dort eine zuverlässige und zugewandte Ersatzbezugsperson findet. Der Junge braucht ein Loslösungsvorbild für seine Autonomiebestrebungen. Das ist in der psychosozialen Entwicklung des Kindes so etwas wie ein Naturgesetz. Viele Grüße


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