suwe
lieber dr. posth! unser sohn, 18 monate alt, forumsgemäß "erzogen". Er hat seit einigen wochen sehr oft wutanfälle. von einer minute auf die andere, wenn irgendetwas nicht ganz nach seinem kopf geht. er darf sehr viel, aber alles geht natürlich nicht. 1. Frage: wie sollen wir auf soetwas reagieren? ist das altersgemäß? Loslösung läuft,meiner meinung nach, gut über papa. papa darf alles. bringt ihn abends ins bett ohne probleme. manchmal lieber bei mama, dann wieder lieber bei papa. wechselt sich im moment. 2. Frage:er schläft im eigenen bett im Elternzimmer. wacht aber nachts immer noch 1-3x auf. er lässt sich dann entweder mit kuscheln oder wasserfläschchen beruhigen. ist das normal? herzlichen dank für ihr tolles forum! alles liebe
Hallo, ja, das klingt alles erst einmal ganz normal und die Wutanfälle, die Ihnen jetzt bei Ihrem Sohn aufstoßen, sind vermutlich erste Trotzanfälle. Aber der Trotz ist unumgänglich, die Natur braucht diesen Widerstand beim Kleinkind, damit es sich in der Gesellschaft positionieren lernt und sein Selbst aufbaut. Die Loslösung ist Garant für ein eingermaßen gemäßigtes Trotzen, wobei die angeborenen Temperamentsfaktoren natürlich zu beachten sind. Auf den Trotz reagiert man zunächst mit Ablenkung und Beschwichtigung. Da aber die Natur im Menschen nicht locker lässt, braucht man zunehmend auch die Drohgebärden, das Schimpfen und im eher seltenen Ausnahmefall auch die kurze Auszeit. Im Langtext über das Emotioanle Bewusstsein hier auf dieser Seite steht im Teil 3 ganz viel zum Trotzverhalten und im gezielten Stichwortkatalog. Viele Grüße.
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