Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Wutanfälle/Ängste

Frage: Wutanfälle/Ängste

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Lieber Dr. Posth, meine Tochter wird im Dez. 3.Seit ca 3Wo haben wir mit ihr große Probleme bezüglich ihrer Wutanfälle.Diese finden ca 1-3mal pro Tag statt und dauern 1-2 Stunden, letzte Wo waren wir im Urlaub, da war es sogar nachts.Manchmal ist es wirklich Bock (wenn sie z.B. Essen kommen soll und nicht will),manchmal scheint es auch fast grundlos zu sein,zumindest können wir keinen erkennen.Sie läßt sich weder beruhigen oder ablenken, sie kreischt und schlägt.Sie geht seit 1J. in die KITA,welche mit offenen Gruppen arbeitet.Bis Ende Aug. bestand Ihre Stammgruppe aus 2- und 6jährigen.Die großen sind in der Schule und in der Gruppe sind nun neue 3jährige Kinder.Bisher ging sie scheinbar gerne dahin,jetzt gibt es schon mal Disk. und wir müssen sie überreden.Ich arbeite in 3Schichten, leider Vollzeit und der Papa in Teilzeit auch im Schichtdienst, deshalb ist sie manchmal übers WE bei Oma und Opa. Seit einiger Zeit klammert sie auch wieder extrem an mir, obwohl es mit ihm gut klappt.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Aggressivität bei Kleinkindern Hallo, mit 3 Jahren lassen normalerweise die Trotzerscheinungen bei den Kleinkindern langsam wieder nach, was damit zusammenhängt, dass sie jetzt mehr und mehr zu ihrem Selbst finden und bereiter sind, sich an Regeln zu halten. Sie empfinden es auf einmal als Vorteil, Regeln einzuhalten, weil sie dadurch höhere Anerkennung bei ihren Eltern und anderen Bezugspersonen finden und allgemein stärker gemocht werden. Das macht sie stolz auf sich selbst, ein Stolz. der ganz aus ihrem Inneren komt. Kinder, denen das nicht gelingt oder aufgrund ihrer Lebensumstände nicht gelingen kann, bleiben trotzig und gehen über in die aggressiv-oppositionelle Verhaltensauffälligkeit. Um das zu verhindern steht natürlich Ursachenforschung an oberster Stelle. die aber können erst einmal nur Sie selbst betreiben. Denken Sie z.B. an den Wechsel der Kindergartengruppe oder an den häufigen Wechsel der Betreuungspersonen zu Hause. Es ist übrigens typisch, dass solche Kinder sich in ihrer Not wieder verstärkt an die Mutter wenden und anfangen zu "klammern". So etwas bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie als Regression (s. gezielter Suchlauf). Gibt es irgendwo bei Ihnen in der Nähe eine Stelle, die Elternberatung anbietet? Viele Grüße


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