Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Was kann das nächtliches Weinen bedeuten?

Frage: Was kann das nächtliches Weinen bedeuten?

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Sehr geehrter Herr Posth, ich wende mich in vollkommener Ratlosigkeit an Sie. Es geht um meine Tochter Julia, 2 ½ Jahre alt. Sie hat zwei Schwestern, 10 Jahre und 7 Monate alt. Sie hat von Geburt an sehr viel geweint und sehr viel Körperkontakt und Aufmerksamkeit eingefordert. Die Geburt wurde nach 20 Stunden mit der Zange beendet, 3 Stunden bonding, auch danach war Julia immer bei mir. Gestillt bis 13 Monate, Familienbett bis 2 Jahre. In den ersten 9 Monaten fast ausschließlich getragen. Seit ca. 6 Wochen tagsüber stabil trocken und sauber ohne Sauberkeitstraining. Tagsüber häufig extreme Wutanfälle und Aggressionen sich selbst und anderen gegenüber. Erste Trotzreaktionen mit ca. 8 Monaten. Ich hoffe, dass Sie sich mit diesen Infos ungefähr ein Bild machen können. Nun ist es so, dass Julia, eigentlich immer schon, mehrmals pro Nacht aufwacht und dabei immer weint, was mir große Sorge bereitet. Eventuelle körperliche Ursachen wurden ausgeschlossen. Hätten Sie einen Tipp?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, wenn bonding und Bindung geklappt haben, dann kann das widerständig-trotzige Verhalten eigentlich nur etwas mit schlecht funktionierender Loslösung zu tun haben. Diese Tatsache wird dann häufig noch getoppt durch eine zu frühe und harte Ablösung in die Fremdbetreuung, und dann haben Sie diese Reaktionen bei den Kindern. Aber auch schon eine erschwerte Loslösung (s. gezielter Suchlauf) macht bei entsprechendem Temperament des Kindes diese Schwierigkeiten. So müssten die Korrekturen in der Eltern-Kind-Beziehung auch in diese Richtung gehen. Aber Sie können mir ja noch etwas über diese zweite Phase der frühkindlichen Bindung schreiben. Viele Grüße


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