Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr.Posth! Muß mich stichpunktartig an Sie wenden,da ja leider,aber verständlicherweise nur eine begrenzte Wortanzahl zur Verfügung steht. Finn-Lasse(Ende August 3) ist seit 3 Wochen oft sehr laut+unfreundlich in seiner Wortwahl,wenn wir ihm etwas erklären+was nicht gutheißen(nie streng!).Hinweis auf Ohrenschmerzen o. dass wir ihm lieber zuhören,wenn er etwas leiser spricht,helfen nicht.Wie reagiert man angemessen? Desweiteren sagt er den Satz(hat er bei einer anderen Mutter gehört)wie:"Ich geh gleich weg Mama!",wenn ich etwas nicht gutheiße. Er haut auch mit lauter Äußerung,wenn ihm was nicht paßt.Induktion klappt immer prima,er entschuldigt sich sofort,küßt+pustet,aber macht später weiter.Ansonsten der liebste+lustigste Junge!Loslösung,denk ich,gut.Papa unternimmt viel mit ihm,auch mal allein+Großeltern auch. Einzelkind u. noch nicht Kindergarten. Bitte ein paar Tips für den derzeitigen Umgang mit Finn-Lasse! Dankeschön und viele liebe Grüße, Jani
Liebe Jani, Ihr Finn-Lasse erprobt sich mit seinen 3 Jahren jetzt zunehmend in Richtung Selbstbestimmung. Wichtig für ihn: wie kann ich meinen Willen durchdrücken, wie kann ich mich durchsetzen? Dazu benutzt er natürlich ein Repertiore, das ihm geläufig ist und das ihm Erfolg verspricht. D.h. der Tonfall der Erwachsenenwelt wird leichtens kopiert und auch die Wortwahl wird gerne aufgenommen. Für solche Äußerungen haben Kleinkinder große Ohren und wenn sie einmal im Ki-ga sind, dann geht es erst richtig los mit den raunzigen Aussprüchen. Wenn man das zu Hause nicht hören möchte, dann muß man schon dagegen einschreiten: 1. durch gutes eigenes Vorbild, 2. durch Nichtreagieren auf die Anpöbeleien und 3. durch Vrschläge, wie man das Gewünschte besser durchsetzen kann. Das Kind muß dann aber das Gefühl bekommen, daß es mit den sanften Tönnen auch tatsächlich zum gewünschten Erfolg gelangt. Die kleinen Erpressungsversuche: "Mama, dann gehe ich weg!" kann man liebevoll entkräften. Das Kind tuts ja ohnehin nicht. Viele Grüße
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