Liebe Frau Henkes, Mein großer ist nun sein zweites Jahr im Kindergarten. Leider wird sein Verhalten im Kindergarten auch immer auffälliger.  Uns wurde paar Stunden nach der Geburt schon gesagt, er hätte viel Temperament, kam mit der Saugglocke und war ein Schreikind, was wir mit Osteopathie super in den Griff bekamen. Tatsächlich hat er viel Temperament, wollte immer alles sofort können, lernte rasant laufen und sprechen.  Aber wir merken, dass er ständig mit sich aneckt, oft hilflos überwältigt von seinen Gefühlen, reagiert agressiv.  Das erste halbe Jahr Kindergarten verlief super gut, ab August wurden wir dann immer wieder richtig Krank, er fehlte oft mal 2 Wochen, war 4 Tage drin und fehlte wieder 2 Wochen. Da ging es dann los, dass er immer mal wieder die Gruppe störte und auch Schimpfwörter sagte. Dann wurden seine Windeln plötzlich nicht mehr gewechselt, er  sollte  innerhalb eines Tages trocken werden. Es klappte erstaunlich gut, aber irgendwie fiel uns auf, dass er seitdem unerträglich im Kindergarten ist. Wir bekamen recht schnell ein Elterngespräch, zwecks Integrationsplatz, den wir aber abgelehnt haben. Wir wollen die Ursache für sein Verhalten finden.  Zuhause ist er klar auch sehr wild, er braucht gute Konsequenzen , Regeln und auch mal Strenge, da er zu gern über die Stränge schlägt, aber im Kindergarten verhält er sich nochmal ein Stück krasser als zuhause. Also es ist eigentlich so gut wie jeden Tag ein Vorfall im Kindergarten.  Er ist oft sehr agressiv und wütend, im Kindergarten schlägt, spukt und schmeißt er Gegenstände, auch mal nach Kindern oder Erziehern. Er will nie bei Geburtstagen mitmachen, stört stattdessen die ganze Gruppe. Er sagt dann zu mir, dass ihm der Lärm so stört, wenn alle singen und die Kinder stören ihn . Er ist tatsächlich sehr lärmempfindlich, obwohl er "selbst immer so laut ist", laut Kindergarten. Kopfhörer wurden mit ihm ausprobiert, die schmeisst er aber im Raum rum. Wir haben das gleiche an einem Nachmittag auf dem Herbstfest beobachtet. Wenn mehr Menschen um ihn rum sind, schlägt er um sich, wird agressiv. Lässt sich nicht immer mit Körpernähe beruhigen, er muss dann lieber alleine sein. Er beobachtet die ganze Zeit alles um Ihn herum. Er ist dann wohl tatsächlich auch nicht mehr in der Lage, die einfachsten Dinge wie Schuhe anziehen zu erledigen. Als wäre sein Kopf ausgeschaltet. Mir wird auch immer gesagt, dass er eigentlich so klug wäre, aber mit sein Verhalten ständig aneckt. Auch kann er sich wohl im Straßenverkehr nicht an die Regeln halten, läuft weg, womit wir zuhause noch nie Probleme hatten. Er wäre auch sein Alter nicht entsprechend entwickelt, die U Untersuchung ergab das Gegenteil.  Jetzt nach den Sommerferien sind natürlich neue Kinder da, denen hat er wohl sehr Angst gemacht mit seinen Schimpfwörtern und Drohungen. Wir wissen auch leider nicht, woher er diese Worte hat, angeblich fallen diese Worte nie im Kindergarten. Er verfällt dann oft in einen regelrechten Wahn, sagt Schimpf- oder Klowörter rauf und runter und lässt sich da auch nicht mehr runter holen. Dann war er jetzt 2 Wochen krank. Der erste Tag im Kindergarten verlief Traumhaft, er durfte sich dann bei der Eisdiele ein Eis kaufen und der restliche Tag verlief ebenfalls richtig schön.  Der zweite Tag wieder Verweigerung Kindergeburtstag, dafür ganze Gruppe stören.danach waren wir noch auf dem Spielplatz. Wenn ältere Kinder aus seiner Gruppe dazu stoßen, passt er sein Verhalten an, macht alles mit was die machen. Lässt sich in den Rücken von der Rutsche treten, mit Steinen bewerfen und lacht dabei. Ich musste dann einschreiten und jetzt hab ich bisschen Angst, er lässt sich von den größeren beeinflussen, weil er dazu gehören möchte und er ist aber der Buhmann, weil er es noch nicht besser versteht, was da los ist.  Eine Erzieherin nahm mich an dem Tag noch  auf die Seite und meinte, es erinnere Sie so an Ihre Tochter, die war genauso. Nur nicht im Kiga, sondern zuhause. "Vielleicht sind wir alle zu blöd für Ihn"  Bei Ihr wurde Hochbegabung festgestellt.  Der Kinderarzt meinte nur, wir sollten den Integrationsplatz annehmen, wir haben aber Angst, das ganze könnte einen Rattenschwanz nach sich ziehen. Am dritten Tag war er nun wieder krank und fehlt nun wieder fast 1 Woche. Wir waren jetzt auch schon am überlegen, ihn raus zu nehmen. Aber halten das auch nicht unbedingt für eine gute Idee. Einrichtung oder Gruppe wechseln?     Ich möchte dem kleinen Mann helfen und weiss nicht, wohin ich mich als erste Anlaufstelle wenden kann. Über Tips und Anregungen wäre ich sehr dankbar!