Mitglied inaktiv
hallo herr dr. posth, ich habe eine frage zum verhalten meiner tochter (10 m). wenn mein mann und ich zu hause sind, ist alles in ordnung, dann krabbelt sie alleine durch die wohnung und interessiert sich nicht für unsere anwesenheit. bin ich allein mit ihr in der wohnung, darf ich den raum nur kurz verlassen, sonst fängt sie an zu meckern.tagsüber hat auch die babysitterin kaum eine chance, selbst wenn ich dabei bin (immer bis jetzt), bleibt sie nicht alleine mit ihr im zimmer, obwohl sie sie bereits seit mehreren wochen -gemeinsam mit mir- kennenlernt. abends hingegen lässt sie sich von ihr ohne probleme beruhigen und schläft auch wieder bei ihr ein. ansonsten müssen bei fremden personen mein mann oder ich anwesend sein. dagegen klettert sie aber auf dem spielplatz an jedem hoch und lacht jeden freundlich an. wie soll ich das verhalten interpretieren und mich verhalten? zur kurzen info: sie war immer ein fröhliches, aktives baby, das auch nie schreien gelassen wurde. danke carla.
Liebe Carla, in Ihrem Schutz fühlt sich Ihre Tochter offenbar sehr sicher und gibt ihrem Explorationsverhalten, d.h. Erforschung ihrer Umgebung und ihrer Mitmenschen, breiten Raum. Sind Sie und die Babysitterin gleichzeitig anwesend, spielen Sie für Ihre Tochter immer noch die erste Geige, sind also Hauptbezugsperson. Sind Sie nicht da, gilt die Babysitterin als Ersatzbezugsperson und ist in dieser Funktion anerkannt. Warum die Anhänglichkeit Ihrer Tochter steigt, wenn der Vater nicht anwesend ist, leuchtet mir zunächst nicht ein. Aber möglicherweise verhalten Sie sich irgendwie anders, sind vielleicht viel beschäftigter und geben den Anschein, als wären Sie für Ihre Tochter nicht erreichbar. Aber all das gehört jedenfalls zu einem sicheren Bindungsverhalten. Viele Grüße
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