Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verhalten von einem 4jährigen

Frage: Verhalten von einem 4jährigen

Mitglied inaktiv

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Hallo Dr. Posth, muss jetzt hier doch mal meine Frage los werden, da ich mit meinen Vorstellungen im Moment nicht weiterkomme. Unser Sohn (Einzelkind) ist im Januar 4 geworden und geht seit August 02 in den KiGA. Seit einiger Zeit ist er nicht mehr zu bändigen. Es ist nicht möglich, z.B. Besuch zu bekommen, ohne dass er sich völlig in den Mittelpunkt drängen muss und dies mit allen (!) Mitteln. Er lässt sich von seinem Vater nichts mehr sagen (bei mir geht es), im Gegenteil, er beschimpft ihn mit allem was der Kiga-Wortschatz so hergibt. Insgesamt ist er sehr agil und braucht sehr viel Bewegung, kann sich aber auch ruhig in sein Zimmer setzen und Casetten hören oder alleine spielen. Diese Tob- und Schimpfphasen machen mir ein wenig Sorge, wir haben schon alles möglich versucht, vom Ignorieren über Schimpfen war alles dabei. Es hat keinen Zweck. Unsere Wochenenden sind dementsprechend unerholsam und unsere Nervenkostüme werden langsam porös... Ist ein solches Verhalten für einen 4jährigen normal oder sollte man doch mal checken lassen, ob nicht etwas dahinter steckt? Vielleicht haben Sie noch einen kleinen Tipp, wie man solche Situationen in den Griff bekommt . Sorry für die Länge des Beitrags und vielen Dank im voraus für die Antwort. Feli


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, wenn ich Sie richtig verstehe, tauchen die Verhaltensprobleme hauptsächlich im Kindergarten auf und zielen speziell auf den Vater ab. Zur Klärung müßte man hier ansetzen. Mit einer speziellen Welt der Jungen zu argumentieren, hielte ich für sehr gefährlich. Was kommen da für Rollenklischees durch die Hintertür wieder zum Vorschein? Zunächst einmal müßte gefragt werden, wie es um das Selbstbewußtsein, den Selbstwert des Jungen bestellt ist und wo seine Konflikte mit dem Vater liegen. Zwar trumpfen die Kleinkinder in diesem Alter gerne auf, in dem sie solche Kraftausdrücke von sich geben, aber gewöhnlich hat das viel weniger aggressive Tendenzen, als einen die Wortwahl glauben läßt. Es geht wohl mehr um den Effekt und die Begeisterung dafür, was allein Worte ausrichten können. Viele Grüße


Mitglied inaktiv

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Hallo, hat er den Platz zum Rumtoben, vielleicht hat er nur aufgestaute Energien in sich, die er rausläßt? Vielleicht würde Fußballverein helfen? oder schwimmen, Fahrradfahren... Mit dem Mittelpunktsverhalten, das kenne ich von dem Sohn meiner Schwägerin, das hat sich aber von alleine gelegt. LG Sabine


Mitglied inaktiv

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Liebe Feli, wir haben mit unsrem Größten (seit März 4) ähnliche Probleme, nur das er nicht nur uns, sondern auch seine beiden kleinen Brüder damit nervt. Ich lese da gerade ein Buch, was mir dabei etwas hilft: "Lauter starke Jungen" von Jan-Uwe Rogge und Bettina Mähler Ich empfehle das, weil es einem zeigt, dass kleine Jungs in einer ganz eigenen, speziellen Sichtweise denken und dementsprechend handeln und es oft daran hapert (speziell bei Müttern, die in der Mädchenwelt großwurden), dass man sich nicht genug in sie hineinversetzen kann. Viel Erfolg und voe allem Geduld (es ist schrecklich, oder?!), Christina


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