Frieda19
Sehr geehrter Herr Dr. Nohr, wir haben eine 2 jährige Tochter. Sie ist ein glückliches und offenes Kind. Fremden gegenüber war sie nie ängstlich und das "typische" Fremdeln hatte sie auch nicht. Am Wochenende gab es eine Situation, die mir im Nachhinein etwas Bauchschmerzen bereitete. Wir waren mit einem befreundeten Paar und deren fast 2 jährigen Tochter auf einem Stadfest. Wir haben einen tollen Platz gefunden, wo noch andere Kinder waren und spielten. Die Wiese war etwa so groß, wir ein halbes Fußballfeld. Da war außerdem ein Herr (schätzungsweise Mitte 60) der tümmelte sich um die Kinder und hat mitgespielt, kickte Bälle, spielte mit den Kindern fangen usw. Der Mann gehörte allerdings nirgendwo zu. Als der Abend etwas später wurde, waren die meisten Kinder weg. Der Herr und unsere Tochter wurden aufeinander aufmerksam und er spielte nun mit meiner Tochter alleine. Sie liefen um Bäume rum, er kickte mit Ihr Bälle usw. Manchmal kniete er sich hin und streckte die Arme aus. Meine Tochter ist ihm aber nicht in die Arme gelaufen. Dann gab es eine Situation, die fand ich fast Grenzwertig. Er hielt unserer Tochter die Hand hin und unsere Tochter nahm diese auch und er entfernte sich ein paar Schritte von uns. Wir haben unsere Tochter natürlich nicht aus den Augen gelassen. Unsere Tochter ließ aber wieder ziemlich schnell die Hand los und rannte wieder los.
Dr. med. Ludger Nohr
Ich finde Ihr Verhalten angemessen, da Sie immer die Kontrolle über die Situation hatten. Wir müssen leider unseren Kindern beibringen, grundsätzlich nicht mit Fremden alleine mitzugehen, aber man muß es nicht ohne Anlass oder Not dramatisieren. Das würde das Vertrauen, dass Ihre To erstmal in die Menschen hat, frühzeitig beeinträchtigen. Es ist dann ein schmaler Grad zwischen Vertrauen und Naivität, aber wir wollen unsere Kinder ja auch nicht misstrauisch sehen. In dieser Situation war ihre To sicher unter Ihrem Schutz zu sein und deshalb weniger besorgt. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand der andere Absichten hat, das so öffentlich machen würde, ist eigentlich ziemlich klein. Dr.Ludger Nohr
Frieda19
Dann setzte der Mann sich auf die Wiese vor meiner Tochter und sie klatschten sich so gegenseitig in die Hände. Der Mann (vermutlich aus Übermut) nahm meine Tochter und gab ihr ein Kuss auf die Wange. Da war es dann genug und ich habe meine Tochter auf den Arm genommen und habe ihr gesagt, wir fahren jetzt nach Hause. Die beiden winkten sich zu und das wars. Warum habe ich nichts gesagt bzw bin vorher dazwischen gegangen? - die Situation kam mir nicht bedrohlich vor - meine Tochter hatte die ganze Spaß mit ihm zu spielen Unser Freund sagte hinterher zu uns, "ich wäre längst dazwischen gegangen" "dem hätte ich aber ne Ansage gemacht" usw Das hat mich im Nachhinein sehr verunsichert, das Richtige getan zu haben. Muss man denn gleich immer so böse denken? Ist denn gleich jeder Mann, der mit fremden Kindern spielt Pervers? Ich bin nicht naiv und weiß, dass es so Menschen gibt, aber sollte man nicht erst vom Guten ausgehen. Puh...es ist unsere erste Tochter und diese Gedanken habe ich mir vorher nie machen müssen. Wir würden unsere Tochter mit unserem Leben beschützen, doch die Situation dort, war für uns kontrollierbar und hat uns keine Angst gemacht. Ich hoffe, Sie können mir etwas dazu sagen...ihre Meinung...haben wir "falsch" reagiert? Wann lernen Kinder, dass es auch böse Menschen gibt? Ich bitte um Entschuldigung für den sehr langen Text. Viele Grüße Frieda
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