Dini202011
Hallo Frau Henkes, Wir sind gerade mit unserem Latein am Ende. Unser 26 Monate alter Sohn verhält sich aktuell sehr merkwürdig. Eigentlich ist er meistens gut gelaunt, solange man sich mit ihm beschäftigt oder er draußen sein kann. Was er noch nie mochte ist, wenn ihn andere ansprechen oder ihn etwas fragen. Warum auch immer.... Seit ein paar Wochen fängt er allerdinga sofort an laut Mama Mama zu rufen, oder weint sofort los, wenn ich mich kurz mit jemandem unterhalten will (Nachbar, Freunde etc.). Auch wenn ich ihm erkläre, dass ich mich nur kurz unterhalte oder ihn auf den Arm nehme, damit er sich nicht ausgeschlossen fühlt, jammert und weint er weiter. Auch wenn ich zuhause etwas Sport im Wohnzimmer machen möchte und er gerne mitmachen kann, weint und jammert er bis ich aufhöre. Auch Papa kann ihn da nicht ablenken. Sowieso jammert und winselt er bei der kleinsten Unzufriedenheit (z. B. Ist das Lied zu Ende, wenn er Langeweile hat oder wenn ihm einfach irgendwas nicht passt), häufig können wir nicht mal einen Grund für seine Unzufriedenheit erkennen. Was können wir noch tun? Wir erklären, nehmen in den Arm, beschäftigen uns wirklich viel und abwechslungsreich mit ihm. Ist dieses Verhalten in dem Alter normal? Bin für jeden Tipp dankbar. Viele Grüße und schöne Feiertage. Dini
Guten Tag, das Verhalten Ihres Sohnes ist durchaus normal für dieses Alter. Aber Zweijährige sollten zunehmend lernen, dass sie nicht immer im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen und ihre Bedürfnisse sofort befriedigt werden. Nach den ersten Lebensjahren mit intensiver und meist rascher Bedürfnisbefriedigung ist das nun für Kinder ein Lernschritt, der ihnen schwerfallen kann. Für die Entwicklung ist er jedoch notwendig. Ihr Sohn zeigt durch sein Jammern, dass es ihm nicht gefällt, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Aber er darf jetzt schrittweise erleben, dass seine Eltern auch Bedürfnisse haben, die er zu akzeptieren lernen muss. Sie können sich kleine Situationen wählen, in denen Sie das Quengeln gut ertragen können und Ihr Sohn erlebt, dass Sie Ihre Tätigkeit nicht unterbrechen. Erklären Sie ihm dabei immer wieder, was Sie tun und dass er nicht alleine ist. Sie werden aber z.B. das kurze Gespräch mit der Nachbarin wegen seines Jammern nicht abbrechen. Das ist für eine Weile sicher recht anstrengend, aber Ihr Sohn benötigt diese Erfahrung. Sie können sich dabei immer wieder bewusst machen, dass das Quengeln lassen in solchen Situationen keine unangemessene Reaktion auf die Wünsche Ihres Sohnes ist. Ich wünsche Ihnen alles Gute und ebenfalls schöne Feiertage. Ingrid Henkes
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