Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, bezüglich der Erziehung unseres 3-Jährigen sind mein Mann und ich uns leider nicht immer einig. Ich finde, er erwartet zuviel Gehorsam und nörgelt zu oft an ihm rum. Er findet, ich bin zu lasch und erlaube zu viel. Unsere Toleranzschwelle ist sehr unterschiedlich, ich bin tatsächlich sehr tolerant (nicht nur gegenüber Kindern, auch gegenüber Erwachsenen). Ich lese viel und habe meinem Mann auch schon Bücher empfohlen (z.B. Familienkonferenz von Gordon). Er liest aber leider nichts und macht im wesentlichen so weiter wie bisher, meine Erklärungen und Bitten bringen nichts. Wie verhalte ich mich nun richtig: Halte ich besser den Mund, wenn mein Mann z.B. beim Essen am Kind herumnörgelt? Oder darf ich direkt offen einschreiten, wenn ich sein Verhalten falsch finde? Es ist mir egal, wie mein Mann das findet. Was ist für unseren Sohn besser? Ich habe das Gefühl, ihn im Stich zu lassen wenn ich nicht einschreite, außerdem stört mich das Genörgel. Vielen Dank! Linda
Stichwort: Väter Liebe Linda, es ist ja oft so, dass die Väter meinen, sie müssten mit größerer Strenge ihrem Kind gegenüber auftreten, während die Mütter dann für das Kind Partei ergreifen. Manchmal mag das eine gewisse Berechtigung haben und wird vom Kind auch so akzeptiert. Es besteht aber die Gefahr, dass sich dieses Prinzip verselbstständigt und nachher die Eltern in Gegenerschaft geraten. Das sollte auf keinen Fall passieren, weil dadurch die elterliche Beziehung gefährdet ist und das nutzt dem Kind am allerwenigsten. Eltern sollten sich über erzieherische Fragen ohne die Gegenwart ihrer Kinder einig werden und notfalls dafür auch fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen. Warum, so muss man sich fragen, wehren sich so viele Eltern dagegen, vor allem die Väter, dass man für diesen elementar wichtigen Prozess der Erziehung eines Menschen fachkundige Beratung holt. Für das Anlegen von Geld oder die Baufinanzierung versteht es sich von selbst, sich beraten zu lassen. Aber bei der Erziehung bildet sich jeder ein, er wüsste es am besten, kraft seines eigenen "Erzogenwordenseins". Die Konsequenz, man wiederholt alle Fehler, die an einem selbst begangen worden sind und grämt sich hinterher, wenn man merkt, dass es mit den eigenen Kindern nicht mehr funktioniert. Viele Grüße
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