Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Ludger Nohr:

Tochter schreit nachts hysterisch nach Mama

Frage: Tochter schreit nachts hysterisch nach Mama

Vater99

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Sehr geehrter Herr Dr. Nohr, unsere 25 Monate alte Tochter schläft nachts eher unruhig, seltenst durch, in Ihrem eigenen Zimmer im eigenen Bett. Es war schon lange so, dass einer nachts zu ihr ziehen musste und sich auf eine Matratze neben ihr Bett gelegt hat, da sie öfter wach geworden ist und von alleine nicht wieder eingeschlafen ist. Seit 2 Monaten ungefähr ist es so, dass nachts nur nach der Mamma gerufen wird. Wenn der Vater hingeht, wird das rufen nur fordernder, das Kind schlägt nach dem Vater und will mit aller Gewalt zur Mama, was durch hinkürzester Zeit hysterisches Schreien zum Ausdruck gebracht wird. Beruhigung durchdenken Vier in feinster Weise möglich. Sobald die Mama kommt, beruhigt sich unsere Tochter schnell wieder. Dieses ist für beide Elternteile eine große Belastung, vor allem aber der Mama gehen langsam die Kräfte aus, der Vater ist frustriert. Was kann man hier tun? Die Phase geht nun schon 2 Monate, Besserung nicht in Sicht, angefangen hat das alles schon vor der coronabedingten Krippenschließung (sie geht sehr gerne in die Krippe), auch Familienurlaub, in denen auch der Vater 2 Wochen nur um die Tochter herum ist, bringt keinerlei Besserung. Grundsätzlich hat sie auch tagsüber eine engere Mamabindung, die zur Zeit auch verstärkt ist. Ins Bett bringen dürfen beide, einschlafen tut sie nicht alleine. Ich hoffe, Sie haben Tipps, wie wir mit dieser Situation umgehen können.


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Hallo, das ist eigentlich bei Kindern nicht anders als bei Erwachsenen, dass nicht jeder in jeder Situation hilfreich ist. Die von Ihnen beschriebene Situation kennen viele Eltern und viele frustrierte Väter. Aber man kann das nicht verbessern, indem man sich ärgert, weil Zuwendung (auch und besonders vom Kind aus) eine Gabe/ein Geschenk ist. Das kann man weder fordern noch erzwingen. Aber man kann mit der Zeit und guten gemeinsamen Erfahrungen größere Nähe herstellen. Vor allem nachts sind die Kinder meist nicht in der Lage zu sehen, dass auch der Vater eine Hilfe sein kann. Da bedarf es der viel grundlegenderen und früheren Erfahrung mit der Mutter, um Ruhe zu finden. Wenn Sie Tips wollen würde ich raten, den Wunsch nach der Mutter jetzt nicht in Frage zu stellen (das ist jetzt vergebene Liebesmüh, da in der Nacht vom Kind vorwiegend emotional gehandelt wird ) und es sich praktisch einfacher zu gestalten. Also die Matratze neben das eigene Bett, sodass die Tochter nachts kommen kann o.ä.. Die Phase geht vorbei und die Zeit der Väter kommt noch. Aber nur, wenn sie sich nicht in einer solchen Phase schmollend zurückziehen. Dr.Ludger Nohr


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