Mitglied inaktiv
Guten Tag, ich habe eine grundsätzliche Frage. Wenn man ein Kind 3 Jahren fremdbetreuen lassen muss und die Familie wegfällt, ist dann eine Tagesmutter besser oder ein Kinderhort? Viele sagen, die Betreuung bei einer Tagesmutter sei intensiver, familiärer, die Bindung stärker (gegenseitige Sympathie vorausgesetzt). Andere glauben, dass die qualifizierte Ausbildung der Kita-Erzieherinnen den Ausschlag gibt, dass Tagesmütter eben keine Experten sind und man nicht weiß, was in den vier Wänden passiert. Was glauben Sie, ist aus Sicht eines Kleinkindes positiver und wichtiger (abgesehen von ihrer generellen Skepsis gegenüber Fremdbetreuung unter 3 Jahren, die mir bekannt ist)? Danke, Andrea
Liebe Andrea, meine Skepsis basiert auf entwicklungspsychologischen Fakten verbunden mit zahlreiche Erfahrungen im Berufsleben. Grundsätzlich ist dabei zu sagen, daß eine konstante Ersatzbezugsperson/Tagesmutter immer einer Institution vorzuziehen ist, einfühlsamen Umgang und Fachkenntnisse der Bezugsperson vorausgsetzt. Auch ist der Erhalt der häuslichen Umgebung immer vorteilhaft. Einzelfällen, in denen eine externe frühe Fremdbetreuung als gelungen gelten darf, stehen zahllose Gegenbeispiele gegenüber. Bei diesen Einzelfälle ist es regelmäßig so gewesen, daß das betroffenen Kind das Glück hatte, eine ihm sympathische, zuverlässige und einfühlsame Ersatzbezugsperson gefunden zu haben. diese Glück ist aber keinem Kind garantiert. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo, unser Sohn, 19 Monate geht seit ca. 5 Wochen in die KiTa. Wir wollten das so, weil: es gibt qualifizierte Betreuung ganz viel Spielzeug viele andere Kinder (mann kann gar nicht früh genug Sozialverhalten erlernen, aber auch Durchsetzungsvermögen und Teamfähigkeit) es gibt keine Betreuungsprobleme, wenn mal eine Erzieherin krank wird Unser Sohn geht sogar schon gern hin und läuft morgens der Erzieherin in die Arme. Für uns ein Zeichen, dass er sich wohlfühlt. Das familiäre Umfeld hat er abends und am Wochenende (logisch, dass er da die Nr. 1 ist und ganz viel Zeit und Aufmerksamkeit bekommt). Es kommt sicher auch auf das Kind an, unser Sohn ist sehr lebhaft und die KiTa ideal zum Austoben. Wir würden das immer wieder so tun. gruß stillmama
Mitglied inaktiv
Hallo, unsere Tochter ist 15 Monate alt und geht in die Kinderkrippe, seit sie 11 Wochen alt ist (da mag man sich jetzt drüber streiten, ob es zu früh ist oder nicht - bei uns ging es nicht anders). Wir können nur Positives berichten. Unsere Tochter hat in ihrer Gruppe 3 Erzieherinnen, die sie abgöttisch liebt und sich morgens schon auf sie freut (natürlich zieht sie uns vor, wenn wir sie abholen kommen, aber sie akzeptiert sie als "Ersatz"). Im Beitrag davor sind ja schon die Vorteile der Kinderkrippe genannt worden, die ich alle nur unterstreichen kann. Ich sehe aber auch am Verhalten meiner Tochter, daß ihr das Spielen dort sehr gefällt. Zu Hause darf sie eben nicht an alles ran - in der KiKri darf sie sich jeden Zentimeter der Räume erobern, weil sie für Kinder eingerichtet sind. Sie kann sich dort wirklich austoben, und das Zusammensein mit anderen Kindern verändert sichtbar das Sozialverhalten. Wir sehen das vor allem am Wochenende, wie sie die anderen Kinder vermißt. Natürlich "spielt" man in einem gewissen Alter noch nicht mit den anderen Kindern, aber alleine die Anwesenheit und das ständige in-der-Gruppe-Sein ist wichtig. Ab und zu treffen wir uns noch mit anderen Kindern, die alle den ganzen Tag alleine zu Hause bei ihrer Mutter sind, und da fällt es besonders auf. Wenn diese Kinder auf andere treffen, dann ziehen sie sich erst man zwischen die Beine der Mutter zurück, während meine Tochter mit einem großen Lächeln auf sie zuläuft.Und sie gibt auch lieber ab oder teilt als die anderen Kinder. In unserem speziellen Fall fühle ich, daß unsere Tochter in sehr guten Händen ist. Das Feedback, was wir von den Erzieherinnen bekommen, zeigt uns, daß sie wirklich mit den Kindern den Tag verbringen und nicht nur daneben sitzen, während sie spielen. Sie erzählen, was sie bei den Kindern beobachten und sprechen uns an, wenn es etwas gibt. Ich kann die Betreuung in einer solchen Einrichtung nur Empfehlen (habe aber überhaupt keine Erfahrung mit Tagesmüttern). Ein schlechtes Gewissen, daß meine Tochter zu wenig Zuwendung von uns bekommen könnte, hatte ich eigentlich nie, denn die Zeit, die wir nach der KiKri miteinander verbringen, ist sehr intensiv. Liebe Grüße und viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung, Alexandra
Mitglied inaktiv
Hallo, unser Sohn (jetzt 22 Mo alt) geht seit er 5 Mo alt ist zur Tagesmutter einmal die Woche. Diese Tagesmutter war ehemals als Erzieherin im Kigarten tätig. Also ist sie qualifiziert. Es gab mal eine Zeit wo er als ich ging weinte. Doch dann war es auch wieder gut. Seit zwei Monaten sagt er Tschüß u. der Abschied ist auch kein Problem mehr. Da ich auf dem Land lebe, haben wir keine Kita, bzw. die Alternative nicht. Doch ich bin auch mit der Tagesmutter zufrieden. dort hat er auch Kontakt mit Kindern. Lieben Gruß Helga
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