Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, unser Kind (23 Monate) wird seit 2 Monaten eingewöhnt. 2 Wochen waren wir gemeinsam da und die ersten Ablösungsversuche haben gut funktioniert. Nachdem er probeweise 3 stunden bleiben sollten habe ich ihn nach 2 Stunden völlig aufgelöst abgeholt. Seit dem will er gar nicht mehr alleine dort bleiben. Es gab noch einen Versuch ihn unter Tränen dort zu lassen, den ich nach einer Minute abgebrochen habe. Nun sind wir seit 2 Wochen mit der kita auf dem Spielpatz und ab heute soll er dort ohne mich bleiben. Wir sind insgesamt mit der Kita nicht mehr so zufrieden, weil die Atmosphäre relativ kühl und freudlos scheint und überlegen die Eingewöhnung an diesem Punkt abzubrechen und auf einen Platz bei einer sehr netten Kita bei uns unten im Haus zu warten. Eine Bezugsperson hat er bisher in der Kita nicht gefunden. Denken sie es ist einfacher für unser Kind sofort abzubrechen oder die Eingewöhnung sanft weiterzumachen und die Kita eventuell zu wechseln? Danke.
Hallo, die ersten Trennungsmanöver im KI-ga haben erst dann sind und sind dann auch erfolgreich, wenn das Kind den Zugang zu einer Bezugserzieherin gefunden hat. Das merkt man daran, dass diese Erzieherin noch im Beisein der Mutter auch für Versorgen und Trost vom Kind akzeptiert wird. Solange das nicht sicher ist, hat das Verlassen des Ki-gas im Ernstfall dramatische Folgen. Und damit ist dann der Ki-ga für das Kind erst einmal ein Ort der Angst. Es dauert je nach Ausmaß des Dramas einige Wochen bis das Kind die Angst vor dem Ki-ga wieder abgebaut hat. Ein zweites Mal darf dann so etwas auch nicht mehr passieren. Ein anderer Ki-ga ist natürlich eine Alternative. Aber auch das gelingt erst nach einer gewissen Zeit der inneren Beruhigung. Ihr Sohn ist erst 23 Monate, und wenn Sie nicht unbedingt arbeiten gehen müssen, sollten Sie sich selbst nicht unter Druck setzen. Entscheiden Sie so, wie es Ihnen am angenehmsten ist. Viele Grüße
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