Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth ich habe ein Einschlafproblem mit meiner Tochter (fast 9 Monate). Es ist alles etwas kompliziert, deswegen auch der lange Text, sorry! Wenn wir sie in ihr Bett legen fängt sie an zu weinen. Sie dreht sich auf den Bauch, kommt in den Vierfüßlerstand und will sich aufstellen (was sie auch schon gut kann). Ich lege sie dann wieder hin und sie beginnt zu schreien. Zuerst als Zeichen, dass sie nicht auf dem Rücken (Unmutsäußerung) liegen will, dann kommen aber irgendwann dir Tränen und sie ist fix und fertig. Wenn sie zuerst nur ihren Unmut äußert, versuche ich sie abzulenken, damit sie sich nicht so in das Weinen hineinsteigern kann,. Aber das gelingt immer seltener. Wenn sie recht früh ins Bett geht (weil sie absolut erschöpft ist, sie ist ein sehr aktives Kind), ist sie nach etwa 1 Stunde wieder wach und es dauert bis zu 2,5 Stunden bis sie wieder zum Schlafen kommt. Gestern Abend war es auch wieder so! Mittlerweile bin ich so fertig, dass ich fast ausflippe, wenn sie weint. Ich fühle mich dabei schrecklich, denn es war mir immer wichtig, dass sie nicht weinen muss und sie eine sichere Bindung zu mir aufbauen kann. Aber wenn ich stundenlang versuche, sie ins Bett zu legen und nichts hilft, bauen sich regelrecht Aggressionen auf. Ich habe schon überlegt, ob ich sie wenn sie nach kurzer Zeit wieder wach wird, einfach aus dem Bett nehmen soll und mit ihr spielen soll, aber ich habe Angst, dass sich das dann einschleift. Tagsüber haben wir beim Einschlafen ähnliche Probleme. Lege ich sie bei den ersten Müdigkeitsanzeichen nicht sofort hin (was leider nicht immer möglich ist), wird das Schlafen fast unmöglich. Sie ist ein sehr neugieriges, wissbegieriges Mädchen, das nichts verpassen möchte und die ganze Zeit über sehr aktiv ist. Meine Frage, was kann ich tun, um ihr das Einschlafen zu erleichtern? Wie schädlich ist es, wenn sie meine negativen Gefühle wahrnimmt? Vielen Dank für Antwort Alane
Liebe Alane, hier im Forum haben wir schon desöfteren über das Einschlafritual gesprochen. Kinder lieben nun einmal Gewohnheiten. Das kann man sich zunutze mache. Die Vorstellung, man sagt seinem Kind gute Nacht, legt es ins Bett und es schläft ein, ist eigentlich überholt. Einschlafen ist eine Abschiedsituation und wird von fast allen Kindern mit einem gewissen seelischen Schmerz erlebt. Daher gibt es viele Methoden, ein Baby zum Schlafen zu bringen, vom Herumtragen über das Wiegen bis hin zum Stillen in den Schlaf. Erst wenn das Tiefschlaf eingesetzt hat, darf man übrigens heraus gehen. Das kann ein bißchen dauern, v.a., wenn die Situation nicht entspannt war oder das Baby noch nicht richtig müde. Unter dem Stichwort "Einschlafritual" finden Sie sicher genug Anregungen für sich. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe deinen Text gelesen und hab mich bzw. uns darin schon wiedergefunden. Meine Tochter ist jetzt 11 Monate, ist auch überneugierig und unternehmungslustig und verhält sich seit ca. 2 Monaten ähnlich. Vorher war das Einschlafen für sie kein Problem und jetzt sitze ich mind. 1 h. Zudem wacht sie in der Nacht auch öfter auf ... schläft aber meist - wenn ich sie wieder hinlege - gleich wieder ein. Ich denke mittlerweile auch, dass es Verlustängste sind. Und wenn es dann auch noch dunkel ist, wird es noch schlimmer, weil am Tag das Einschlafen eigentlich ganz gut funktioniert. Das Problem der sich anbahnenden Aggressionen kenne ich auch... Ich bin dann kurz rausgegangen und hab mir in diesen Momenten dann immer wieder gesagt, dass sie gerne schlafen will und es einfach nicht schafft - ohne dass ich dabei bin... Sie also meine Hilfe unbedingt braucht ! Das klingt zwar sehr banal, aber irgendwann bekommt man ja schon das Gefühl, dass sie "es mit Absicht" macht... Wenn ich dann so am Bett sitze und sie steht in ihrem Bett vor mir, dann drücke ich sie ganz oft und lege mich mit verschränkten Armen auf den Gitterrand und tue so, als ob ich schlafe.... Sie kommt dann immer an und will spielen oder unterhalten werden, merkt aber recht schnell, dass ich ja jetzt "schlafe" und das scheint irgendwie ansteckend zu wirken... Sie bleibt dann relativ schnell auch mal länger liegen und schläft dann auch schnell ein.... (Klappt leider auch nicht immer :-) Manchmal organisiere ich das schnelle Einschlafen abends auch ein bischen, indem ich sie ab 16.00 Uhr nicht mehr schlafen lasse und dann gegen 19.30 Uhr warm 20 Minuten bade. Das wirkt echt Wunder ! Da sitze ich meist nur wenige Minuten, und sie ist eingeschlafen .... Also du siehst .... es geht vielen so ... (tröstet aber wohl nicht). PS: Ich bin auch, wenn ich an einem anstrengenden Tag gemerkt habe, dass mir allmählich die Geduld ausgeht, rausgegangen und hab meinem Mann den "Rest" überlassen ... So ist es manchmal für alle das beste ! Viele Grüße Andrea
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