Babyglueck2022
Hallo Frau Henkes, ich schreibe wegen meinem fast 2jährigen Sohn. Er ist seit Ende August in der Kita und ich mache mir im Moment viele Sorgen. Er entwickelt sich in vielen Bereichen nicht mehr seitdem weiter. Sprachlich ist er eher zurückhaltender und redet kaum noch, er hat z.B. vor der Kita angefangen mit Besteck zu essen, jetzt mag er es nicht mehr. Ich empfinde ihn als unselbstständiger. Am meisten fällt und das beim Wickeln auf. Er schreit und möchte partout nicht gewickelt werden. Ich möchte niemandem was unterstellen, aber ich ich habe Sorge, dass er dort schlechte Erfahrungen gemacht hat. Er wurde dort anfangs sehr viel im Intimbereich eingecremt. Ich habe dann besprochen, dass die das weglassen, weil ich keinen Grund gesehen habe, dass er jeden Tag mehrmals im Po eingecremt wird. Vielleicht war ihm das so unangenehm und intim. Es wickelt dort jeder, der gerade da ist. Meinen Sie, dass ihm das in dem Alter zu intim ist? Oder hat sein Verhalten vllt was mit der Autonomiephase zu tun? Danke für Ihre Einschätzung.
Guten Tag, aus der Distanz kann ich die Gründe für das Verhalten Ihres Sohnes nicht einschätzen. Ich denke nicht, dass Sie sich wegen des Wickelns in der Kita Sorgen machen müssen. Zum einem ändert sich bei vielen Kindern das Verhalten durch den Besuch der Kita, diesen großen Meilenstein der Entwicklung. Das kann vorübergehend sein, muss aber keineswegs einen Rückschritt bedeuten. Zum anderen ist das Wickeln eine für Ihren Sohn bekannte und vertraute Handlung, die an ihm vorgenommen wird. Das ist ihm sicher nicht zu intim. Viele Zweijährige wehren sich gegen das Wickeln, weil es vorübergehend ihren Bewegungsspielraum einschränkt. Trösten Sie Ihren Sohn, wenn er sich gegen das Wickeln wehrt. Für ihn ist die Situation frustrierend. Wenn er sich von Ihnen verstanden fühlt, kann er die Frustration leichter ertragen. Wenn Sie Sorge wegen einer schlechten Erfahrung Ihres Sohnes beim Wickeln haben, könnte es sinnvoll sein, dies vorsichtig bei den Erzieher/innen anzusprechen. Das hilft Ihnen mehr, als wenn Sie die Vermutung lange mit sich herumtragen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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