Mitglied inaktiv
Guten Tag Herr Dr. Posth, unser Sohn (3 1/4 J) ist ein aufgewecktes, selbstbewusstes Kind. Seit 2 Jahren mit individueller Eingewöhnungsphase im KiGa. Loslösung u. E. unproblematisch. Er hat von Anfang an Besitz gerne geteilt und an andere abgegeben, scheint auch in die Gruppe der Kinder integriert. Kognitiv und kommunikativ seinen Altersgenossen etwas voraus, diskutiert Eltern und Erzieherinnen gerne mal „an die Wand“. Mein Eindruck, er entwickelt sich normal, wir (Eltern) setzten bisher in der Erziehung eher auf selbst entdecken, lernen lassen (solange es nicht gefährlich wird), altersgerechtes Mitspracherecht, in Konfliktsituationen möglichst frühzeitige Deeskalation. Sprich: In Ihrem Konzept habe ich mich schnell wieder gefunden. Regeln werden allerdings derzeit noch eher von uns vorgegeben, statt ausgehandelt (ab wann realistisch umsetzbar?). Nun melden uns die Erzieherinnen zurück, dass er in der Gruppe seit ca. Herbst vom Sozialverhalten „auffällig“ werde (mir ist privat kein „Auslöser“ eingefallen, lediglich die Generation der Schulkinder ist seit dem Sommer aus der Gruppe raus, er gehört plötzlich zu den Ältesten). Er würde permanent seinen „starken Willen“ durchsetzen wollen, verbal und handgreiflich den anderen Kindern gegenüber (z. B.: Spielsachen abnehmen), mische sich bei den Erwachsenen ständig ins Gespräch ein. Das Kind würde sich mit diesem Verhalten beizeiten ins „soziale Aus“ bringen. Impliziter Vorwurf an uns, wir würden nicht streng genug durchgreifen, hier würde er nun Grenzen gesetzt bekommen, man wolle sicher gehen, dass wir dies zu Hause auch tun. Ich war hinterher sehr erschrocken. Habe später eine Spielzeug-Streit-Situation zwischen ihm und Freundin miterlebt und gezielt beobachtet: Er versuchte erst relativ lange verbal seinen Besitz zu verteidigen bzw. wieder zu erlangen, als er damit nicht weiter kam, zog er am Spielzeug. Ich konnte sehen, wie er innerlich mit sich selbst kämpfte, als er Anstalten machte, sie in den Haaren zu ziehen, weil er es eigentlich nicht wollte, sich aber offensichtlich keinen anderen Rat wusste. Er wirkte deutlich erleichtert, als ich die Situation freundlich aber bestimmt beendete und mit beiden die Situation im Gespräch klärte. Was denken Sie nun: normale Entwicklung eines Kleinkindes oder tatsächlich auffälliges Sozialverhalten? MfG
Hallo, ohne Ihren Sohn selbst beobachtet zu haben, kann ich nur aus Ihrer Beschreibung Rückschlüsse ziehen. Ich vermute, dass das erzieherische Umgehen mit Ihrem Sohn, so wie Sie das als Eltern praktizieren, nicht mit den Vorstellungen der Erzieherinnen im Ki-ga zusammenpasst. Ist Ihr Sohn eigentlich Einzelkind? Ich frage deswegen, weil Einzelkinder aufgrund ihrer familiären Situation eher dazu neigen, Konflikte verbal zu lösen, und Verzicht und Unterlegenheit von Zuhause nicht gerade gewöhnt sind. Sind mehrere Kinder in der Familie, ergibt sich manche soziale Niederlage im alltäglichen Lebensumfeld und das Kind hat gelernt, sich mit dem ein oder anderen auch abzufinden. Ihr Sohn erscheint jedenfalls bestimmend und "rationalisierend" und scheint damit, seine Erzieherinnen zu nerven. Die richten sich postwendend an den "Absender" und geben den Ball zurück. Übrigens ein weit verbreitetes Phänomen. Auffällig finde ich das Verhalten Ihres Sohnes jedenfalls so noch nicht. Unbequem kann schon sein, aber wie gesagt, ich habe ihn ja nicht beobachten können. Viele Grüße
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