TinaMami
Hallo Herr Dr. Posth, zu Ihrer Rückfrage wegen Weinen bei KG: Es ist Pfeiffer-Meisel, ähnlich Bobath, und DIE MUTTER macht die Übungen täglich daheim mit dem Kind. Die Übungen erscheinen harmlos, aber mein Sohn (8 Mon.) mag es nicht, wenn man ihn zu irgendetwas „zwingt“ oder er still halten muss und es strengt ihn offenbar auch recht an. Außerdem bin ich bei der KG-Stunde mit Therapeutin selbst immer angespannt, weil es mir so leid tut, wenn er dort -manchmal sehr heftig! - weint und wir dennoch weiter machen müssen. Natürlich gibt es eine kleine Pause, aber er weint eigentlich nach 10 Min. KG permanent zumindest leicht oder nuckelt. Ich frage mich daher, ob er mich nicht als unzuverlässig und nicht beschützend erleben muss, wenn ich auf seine Hilferufe nicht regiere?! Vor allem, da er mich, wie beschrieben, einmal danach 2 Tage nicht mehr angesehen hat!! Zuhause weint er auch schnell dabei, aber oft eher ein genervtes, unwilliges Weinen. Wie erhalte ich sein Vertrauen??
Hallo, für die Notwendigkeit einer Therapie muss man im Einzelfall auch etwas Vertrauen seines Kindes opfern. Andererseits gleicht ein zuverlässiges Bindungsangebot außerhalb der Therapie das meiste wieder aus, möglicherweise sogar alles. Aber es muss eine Entscheidung getroffen werden: ist die Therapie wirklich notwendig und für das gesunde Gedeihen des Kindes unablässig oder ist sie eigentlich gar nicht mehr so nötig und das Kind entwickelt völlig normal weiter, wenn sie abgebrochen wird. Das kann aber nur ein diesbezüglich fachlich ausgebildeter Kinder- und Jugendarzt. Kann Ihnen Ihr eigener dabei nicht helfen? Viele Grüße
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