Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Nächtliches Verhalten

Frage: Nächtliches Verhalten

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Hallo Herr Posth, ich weiß zwar, dass das Thema "Schlafen" eigentlich zu umfangreich ist, um in diesem Forum immer wieder darauf eingehen zu können, aber vielleicht haben Sie eine sinnvolle Idee zur Lösung dieses Problems: meine Tochter (3 Jahre) wurde lange (bis 1,5 Jahre) in den Schlaf gestillt. Etwa mit einem Jahr verlegten wir sie in ihr eigenes Zimmer. Ich bin dann immer bei ihr geblieben bis sie eingeschlafen war. Nachts kam und kommt sie IMMER zu mir ins Bett. Da sie ein sehr unruhiger Schläfer ist, tauscht mein Mann quasi mit ihr die Betten. Er ist allerdings nur mittwochs und am Wochenende zu Hause. Seit Oktober hat Franca ein Schwesterchen, das in ihrem gemeinsamen Zimmer schläft. Die Tür zu unserem Schlafzimmer (nebenan) ist offen. Mittlerweile brauche ich abends nicht mehr bei Franca zu bleiben, bis sie eingeschlafen ist, aber wenn sie abends/nachts aufwacht, dreht sie oft regelrecht durch. Sie ruft über mich, akzeptiert dann auch nur mich, will, dass ich sie holen komme oder mich zu ihr ins Bett lege. Dann ist sie furchtbar unruhig, "rammt" mir die Füße in die Rippen, will den Platz mit mir tauschen usw. Da ich die Kleinere voll stille, muss ich gelegentlich auch mal nachts zu ihr. Sobald ich Pia stille, wird Franca wach und schreit, ich solle zu IHR kommen. (Neben ihr stillen geht schlecht, weil sie dann ihre Füße an Pia abstößt) Da die Nächte nun schon seit 3 Jahren recht anstrengend sind, würde ich mir wirklich wünschen, irgendwann auch mal wieder durchschlafen zu können. Bei Franca sehe ich da aber keine Entwicklung in diese Richtung. Manchmal denke ich, je mehr ich ihren Bedürfnissen nachgebe, desto mehr fordert sie ein. Ich habe auch den Eindruck, sie kann gar nicht entspannt schlafen, weil sie ständig meine Anwesenheit kontrolliert. Haben sie vielleicht eine Idee, wie ich da mehr Ruhe reinbekommen könnte?? Vielen Dank! Liebe Grüße Judith


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Judith, das "Problem" ist höchstwahrscheinlich das Schwesterchen, das viel Aufmerksamkeit und Zuwendung von Ihrer größeren Tochter abzieht. Es wird nur so befriedigend zu lösen sein, daß Franca insgesamt mehr Aufmerksamkeit erhält und man sich ihr verstärkt zuwendet. Das muß nicht nachts sein, sollte es vielleicht auch gar nicht. Eigentlich ist jetzt immer Die "Person Nr. 3" (der Triade) gefragt, nämlich der Vater. Der scheint aber wenig verfügbar zu sein, was das Problem verschärft. Könnte denn ein anderer aus der Familie sich in aufwertender Weise um Franca bemühen? Viele Grüße


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